Aachen - Je früher, desto besser: Lernen braucht Bewegung

Je früher, desto besser: Lernen braucht Bewegung

Von: Katharina Menne
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38 200 Euro für Schulen in der Region: Im Rahmen der Kampagne „Fit durch die Schule“ – einer Kooperation des Schulministeriums NRW und der AOK – können sich mehrere Schulen über Unterstützung freuen. Foto: Steindl

Aachen. Fünfzehn Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Übergewicht. Nahezu alle bewegen sich zu wenig. Um das zu ändern und den Spaß an Sport und körperlicher Ertüchtigung zu vermitteln, fördert die AOK Rheinland/Hamburg in Kooperation mit dem Schulministerium NRW Bewegungsprojekte an rheinischen Schulen.

Im Rahmen der Initiative „Fit durch die Schule“ haben sich in diesem Jahr zehn Schulen aus der Region Aachen und Düren erfolgreich um die Projektgelder beworben. Alle zusammen erhielten insgesamt 38.200 Euro, die ihnen bei einer kleinen Feierstunde im Aachener AOK-Haus in Form von Schecks überreicht wurden.

Unter dem Motto „Lernen braucht Bewegung“ fördert die Initiative seit 2009 Projekte und AGs an weiterführenden Schulen in ganz NRW, mit denen diese ihr Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot ergänzen. Voraussetzung für eine Förderung ist eine Kooperation mit einem Sportverein.

„In der Schule erreichen wir alle Kinder und Jugendlichen und können auch die an Bewegung und Gesundheit heranführen, für die dies zu Hause nicht selbstverständlich ist“, sagt Waldemar Radtke, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg. Wichtig sei jedoch auch, dass nicht der Zeigefinger erhoben wird, sondern die Freude an der Bewegung im Vordergrund steht. Die meisten Projekte werden deshalb in Form von freiwilligen Kursen angeboten.

„Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen fehlt den Kindern und Jugendlichen mehr und mehr die Zeit, Vereinssport auf hohem Niveau zu betreiben. Die Mitgliederzahlen in der betreffenden Altersgruppe sinken stetig“, berichtet Bettina Heß vom Basketballverein BG Aachen.

Deshalb kooperiert der Verein jetzt mit dem Anne-Frank-Gymnasium, um diesen zeitlichen Engpass der Schülerinnen und Schüler auszugleichen. In Form von Schnuppertagen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die Welt des Ballsports. Eine Basketball-AG erweitert das Angebot.

Ein Großteil der geförderten Projekte stellt dagegen das Radfahren und das Laufen in den Mittelpunkt – auch aus ökologischen Gesichtspunkten. Fünf Schulen beteiligen sich an dem Projekt „Rad macht Schule – kids on bike“.Sie wollen mehr Schülerinnen und Schüler dazu bewegen, auf das Fahrrad als primäres Fortbewegungsmittel umzusteigen.

Aber auch das Fahrradfahren als Sportart soll in den Blickpunkt rücken. Die Sekundarschule Kreuzau/Nideggen nutzt dazu zum Beispiel ihre Lage in der Eifel: für Mountainbike-Touren oder Radausflüge in die umliegenden Wälder. Weitere Projekte befassen sich mit Fußball, Duathlon, Tischtennis und Tanzen.

Doch wie sieht es aus mit der Nachhaltigkeit der Angebote? Machen die Kinder freiwillig weiter? „Wenn wir es mithilfe solcher Sportangebote schaffen, eine Schullandschaft aufzubauen, in der Bewegung eine wichtige Rolle spielt, dann können wir viele Schülerinnen und Schüler erreichen – auch unbewusst“, ist sich Gabriella Zurborg von der Gesamtschule Kohlscheid sicher. Die finanzielle Grundlage dafür ist zumindest schon mal geschaffen. Jetzt heißt es: Rauf auf’s Rad und ran an den Ball. Denn Bewegung hält gesund.

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