Aachen - Jazztalente aus Aachen stürmen auf die Bühne

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Jazztalente aus Aachen stürmen auf die Bühne

Von: Birgit Broecheler
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Laden zum „In Front Festival“: Olaf Futyma, Gwendolen Webster, Werner Hüsgen, Birgit Baum, Hansotto Schwacke und Johanna Daske (von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein außergewöhnliches Programm bietet das In Front Festival unter dem Motto „Eigenart“ den Liebhabern zeitgenössischer Musik. In der Klangbrücke an der Kurhausstraße stehen vom 18. bis einschließlich 21. November neun verschiedene Gruppen auf der Bühne, darunter viele Talente aus Aachen, aber auch aus den Niederlanden und Belgien.

„Der Titel „Eigenart“ soll unsere Positionierung in der nationalen und internationalen Konzertszene verdeutlichen. Wir müssen uns wahrhaftig nicht verstecken“, erklärt Werner Hüsgen, der mit seiner Gruppe „P.U.L.S.E“ mit von der Partie ist, das Motto.

Nicht eigenartig, wohl aber einzigartig ist der Veranstalter. Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM) ist nach Angaben ihrer Vorsitzenden Gwendolen Webster der einzige kommunale Veranstalter in diesem Bereich.

Den Auftakt zu der Konzertreihe, die zum 25. Mal stattfindet, macht das Orchester Art’n Schutz, das seine neue CD präsentiert. Die Aachener Jazzmusiker und Komponisten – darunter Heribert Leuchter und Christoph Titz – überraschen ihre Fans in einer kammerorchestralen Formation.

Nur einen Tag später stehen unter dem Titel „Zirkus: C’est la vie!“ Stücke junger Nachwuchskomponisten auf dem Programm. „Es handelt sich dabei um die Ergebnisse einer Kompositionswerkstatt für Kinder, die in die Welt des Zirkus eingetaucht sind“, erklärt Birgit Baum, Leiterin der freien Musikschule „Music loft“, den ungewöhnlichen Titel. Aufgeführt werden die Kompositionen von professionellen Musikern der Region.

Am Freitag und Samstag (20./21. November) erwartet den Besucher dann eine geballte Ladung unterschiedlicher Acts, die aber mit Snacks und Getränken zwischen den Konzerten verdaut werden können.

Los geht es am Freitag mit dem Impro-Ensemble „Fliegende Kuh“, das den 20-minütigen Stummfilm „Die Reise zum Mond“ mit Musik versehen wird. Darauf folgt – ganz neu – das Jugend-Ensemble. Elf talentierte Nachwuchskünstler der freien Musikschule „Music loft“ kommen erstmalig beim In Front Festival auf die Bühne und präsentieren ein acht Minuten langes Stück.

Stimmungsvolle und aufregende Musik bringt auch das Neue Musik Ensemble Aachen (NMEAC) auf die Bühne. Drei ausgesuchte Partituren von Komponisten wie Kaija Saariaho, Gabriel Iranyi und Ana Lara bieten das entsprechende Klangmaterial dafür. Den Abschluss des Abends bestreitet die Big Family, bei der Musiker verschiedener Genres aus den Reihen von GZM, „Music loft“ und NMEAC zusammenkommen und Stücke mit Improvisationselementen aufführen.

Ein ähnlich spannendes Programm bietet der letzte Tag des Festivals. Den Auftakt macht das Christian Klinkenberg Orchestra. Der Künstler, der in Brüssel unterrichtet, hat die Crème de la Crème der belgischen Jazzszene um sich versammelt und wartet mit einer erfrischenden Kombination verschiedener Klangfarben und Rhythmen auf.

Mit Werner Hüsges und seiner Band P.U.L.S.E steht ein weiteres Highlight an diesem Abend auf dem Programm. Die prominent besetzte Band spielt – wie Hüsges selbst sagt – bodenständigen Jazz mit rockig- souligen Anklängen.

Der Ausklang des Festivals findet im Ballsaal mit der Big Band Soundbridge statt. Die Band der freien Musikschule music loft besteht aus Musikern verschiedenster Generationen und wartet mit Tanzmusik, Jazz und Swing auf. Es darf ausdrücklich getanzt werden.

Wem das Programm äußerst vielfältig erscheint, der hat ganz Recht: „Die GZM ist in den vergangenen sechs Jahren jedes Jahr für ihre Vielfalt vom Landesmusikrat NRW ausgezeichnet worden“, betont GZM-Vorsitzende Webster.

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