Aachen - Jazzlite und Nölde sind eine perfekte Einheit

Jazzlite und Nölde sind eine perfekte Einheit

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
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Perfekte Einheit (v.l.): Manfred Savelsberg (Nölde-Ensemble) und die Jazzlite-Musiker Markus Bothe (Bass), Boris Bansbach (Saxofon), Oliver Lutter (Drums) und Claus Thormälen (Keyboards). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wer die „Öcher Nölde“ bei einem ihrer Auftritte live erlebt, wird nicht nur durch kabarettistische Darbietungen mit bester Mundarteinfärbung unterhalten. Auch die musikalische Begleitung befriedigt hier höchste Ansprüche. Wobei der Begriff „Begleitung“ den Leistungen der Musiker in keiner Weise gerecht wird.

Die „Combo Jazzlite“ und die „Nölde“ begegnen sich auf Augenhöhe, was nicht verwunderlich ist, begleitet die Band die Schauspieler doch seit dem ersten Programm vor 20 Jahren.

Allerdings hat sich die Besetzung im Laufe der Zeit verändert, einziges noch verbliebenes aktives Gründungsmitglied der Band ist Schlagzeuger Oliver Lutter. Er schart seine Kollegen Boris Bansbach (Saxofon), Markus Bothe (Bass) und Claus Thormählen (Tasteninstrumente) um sich. Thormählen ist gleichzeitig musikalischer Leiter der Band, stimmt mit den Kabarettisten ab, was musikalisch machbar ist und wie die Umsetzung erfolgen soll.

Man merkt sofort, dass hier absolute Könner auf der Bühne stehen. Alle vier sind studierte Berufsmusiker, „Jazzlite“ und das Zusammenspiel mit den Nölde ist nur ein kleiner Teil ihres umfassenden Repertoires. Die Musik hat sie im Laufe der Zeit alle weit über die Grenzen Deutschlands hinaus- und wieder zurückgetragen.

„Als die Öcher Nölde gegründet wurden, fragte Manfred Savelsberg an, ob wir ihre Auftritte musikalisch begleiten könnten“, erinnert sich Lutter an die Anfänge. Zunächst galt es, die Umbaupausen auf der kleinen Bühne des Schwertbades unterhaltsam zu gestalten. Doch bald wuchs die Gruppe von der Begleitband zum gleichberechtigten Akteur.

Mit der Big Band fing alles an

Lutter selbst begann mit der Musik in der Walheimer Big Band. Irgendwann suchten einige der jungen Musiker weitergehende Herausforderungen, Jazzlite war geboren. „Wir kommen zwar alle aus Familien, in denen die Musik eine große Rolle spielte, aber die Eltern haben anfangs doch genau hingeschaut, was die Jungs denn aus ihren Talenten machten“, schmunzelt Lutter rückblickend.

Und Thormählen fügt hinzu: „Als Berufsmusiker lebt man mit verschiedenen Ansätzen. Der wirtschaftliche Gedanke ist ebenso wichtig wie der Spaß an der Musik und das Unterrichten neuer junger Talente.“ Lutter dirigiert drei Big Bands sowie die junge Big Band Walheim, leitet seine eigene Schlagzeugschule in Venwegen und spielt selber in verschiedenen Bands.

Dabei war das Schlagzeug zwar sein Einstiegsinstrument, wurde aber später kurzzeitig vom Saxofon verdrängt. Wie überhaupt Monokultur ein Fremdwort in der Gruppe ist. Thormählen beispielsweise studierte Trompete, ist bei Jazzlite aber an den Tasteninstrumenten tätig. „Und bei meiner Abschlussprüfung an der Hochschule hat er Saxophon gespielt“, unterstreicht Lutter die vielfältigen Möglichkeiten seiner Gruppe. Natürlich könne man sie buchen, stellt er klar, der Gedanke gehört dann wohl zum wirtschaftlichen Aspekt des Berufes.

Aber im Januar ist er mit seiner Gruppe „Xperience“ im Franz zu Gast – bei der 25. Aachener Bluesnacht gemeinsam mit der Somebody Wrong Bluesband. Und bei Letzterer mischt dann auch wieder Saxofonist Boris Bansbach mit. Aachens Musikszene ist vielfältig – und doch auch irgendwie ein große Familie.

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