Aachen - Jazzfreunde tauchen ein in die Chansonwelt der 1930er Jahre

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Jazzfreunde tauchen ein in die Chansonwelt der 1930er Jahre

Von: Gerd Simons
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Entführten das Publikum in die 1030er Jahre: Die Band „Swing.it“ und Gastsängerin Iris Romen begeisterten bei der Jazzbühne im Grenzlandtheater. Foto: Gerd Simons

Aachen. Für die Wahl-Berlinerin Iris Romen waren ihre beiden Auftritte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Jazz-Bühne“ im Grenzlandtheater (GLT) echte Heimspiele. Mit ihrer großartigen Stimme und ihrer sympathischen sowie zurückhaltenden Art konnte sie Akzente setzen. Romen ließ im Wortsinn ihre Stimme sprechen und öffnete damit in zwei ausverkauften Vorstellungen die Herzen der Besucher.

Heribert Leuchter, Boss der „Haus-Kapelle“ Swing.It, hatte die Sängerin, die am Maastrichter Conservatorium Gesang studiert hat und mit der Aachener Elektro-Pop-Formation Senor Torpedo erfolgreich unterwegs war, für seine musikalische Zeitreise in die 1930er Jahre eingeladen. Im Mittelpunkt stand der deutsche Autor, Texter und Komponist Theo Mackeben, der in der Blütezeit des deutschen Kinos viele Musikfilme mit Schlagern als wichtige Säulen vertonte. Mackeben sei stellvertretend für die großen Komponisten dieser Zeit wie etwa auch Irvin Berlin, deren großartige Kompositionen und Hits nicht in Vergessenheit geraten dürften, wie Heribert Leuchter betonte.

In der Kulisse des aktuellen Theaterstücks im GLT – „Der talentierte Mr. Ripley“ – im frisch renovierten Theatersaal tauchten Band-Leader Heribert Leuchter (Saxophon), Steffen Thormählen (Schlagzeug), Gero Körner (Piano) und Werner Lauscher (Kontrabass) in die Geschichte des Musik-Films ein und hauchten den Klassikern, die von vielen Besuchern wiedererkannt wurden, neues Leben ein.

Schon beim instrumentalen Eröffnungssongs „When you´re smiling“ war klar, wohin die musikalische Reise gehen wird. Mit „Frauen sind keine Engel“ betrat dann Iris Romen die Bühne, die den Theatersaal mit ihrer Stimme und ihrem Charme erfüllte. „Ich liebe die Schlager der 1930er Jahren und freue mich darüber, hier bei der ‚Jazz-Bühne‘ singen zu dürfen“, freute sich Romen nach dem Auftritt.

Seit 13 Jahren lebt sie in Berlin und die Bundeshauptstadt sei immer noch eine Insel. Ihr fehle das Umland mit den Großstädten wie Köln, Düsseldorf und die Euregio, so die sympathische Sängerin. Großartige Evergreens wie „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, „Eine Frau wird erst schön durch die Liebe“, „Bel Ami“ und „Man müsste noch mal 20 sein“ verfehlten ihre Wirkung nicht und die Musiker sowie Intendant Uwe Brandt, der mit viel Witz und Esprit durchs Programm führte, hinterließen zufriedene Besucher, die sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe der „Jazz-Bühne“ im Grenzlandtheater freuen. Der genaue Termin im Januar 2018 wird rechtzeitig bekanntgegeben.

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