Aachen - „Jazzbühne“ im Grenzlandtheater: Brillanter Sound der Traumfabrik

„Jazzbühne“ im Grenzlandtheater: Brillanter Sound der Traumfabrik

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
5110205.jpg
Begeisterten die Fangemeinde mit fein arrangierten Klassikern: Die Musiker der „Jazzbühne“ brillierten mit „Stargast“ Christoph Fischer. Auch Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt überzeugte. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Jazz und Kopfkino – die schönsten Jazzsongs der Filmgeschichte“ waren das Thema der ersten Jazzbühne 2013, einer Veranstaltungsreihe des Grenzlandtheaters und der Aachener Formation „Swing.it“, die seit Jahren erfolgreich im wunderbaren Ambiente des Hauses immer sonntags mit zwei meist ausverkauften Vorstellungen stattfindet.

„Die meisten Menschen, die zur Jazzbühne kommen, sichern sich meist schon am Veranstaltungstag die Tickets für den nächsten Termin. Es ist tolle Unterhaltung auf hohem Niveau, und die Musiker sind von allerfeinster Güte“, schwärmt eine Besucherin der Jazzbühne stellvertretend für viele. Die Musiker, das sind der Bandleader Heribert Leuchter (Saxophon) und seine Mitstreiter Steffen Thormählen (Schlagzeug), Manfred Hilgers (Kontrabass) und Pianist Gero Körner, der an diesem Sonntag vom Daniel Kögel vertreten wurde. Hinzu kommt dann meist noch ein speziell für das jeweilige musikalische Thema ausgewählter Gast; bei „Jazz und Kopfkino“ war es Christoph Fischer (Flügelhorn, Trompete und Posaune).

Hollywood in Aachen

Das Thema der ersten Ausgabe 2013 entführte das begeisterte Publikum nach Hollywood. „Zu Beginn der Vorbereitung hatte ich 50 Titel auf dem Zettel, von denen ich dann bei näheren Hinsehen viele eindampfen musste, weil sie zum Beispiel nicht auf eine fünfköpfige Besetzung heruntergebrochen werden können“, erläuterte Leuchter einleitend. „Die Filmgeschichte ist so variantenreich und voller unterschiedlicher Stimmungen, das wollten wir mit unserem Programm musikalisch dokumentieren. Und so habe ich Kompositionen herausgesucht, die ich am schönsten, nachhaltigsten und am packendsten finde.“ Und so entführten Leuchter und Co., die laut der charmanten und kurzweiligen Moderation von Intendant Uwe Brandt alle einen Film-Oskar verdient hätten, Richtung Traumfabrik, regten Fantasie und Erinnerungen der Jazz-Freunde an und schalteten deren Kopfkino an. Schon beim zweiten Song, nachdem durch „Peter Gunn“ die noch latent vorhandene Sonntagsmüdigkeit verflogen war, erschien beim Filmthema von „Miss Marple“ vor dem geistigen Auge die britische Schauspielerin Margarete Rutherford als schrullige Hobbydetektivin in vier Kino-Filmen. Natürlich durften Klassiker wie „Pink Panther“, „Der Clan der Sizilianer“, „Mission Impossible“ und die herzzerreißenden Versionen von „Moon River“ und James Bonds „Goldfinger“ nicht fehlen.

Demnächst im Käfig voller Narren

Den brillanten Musikern von „Swing.it“ gelang der Drahtseilakt perfekt, bekannte Film-Melodien mit einer kleinen Besetzung grandios zu interpretieren und dabei die Kernaussage und den Charme des jeweiligen Songs zu erhalten. Und sie „nötigten“ dann auch Brandt dazu, den großartigen Song „As time goes by“ aus dem Film „Casablanca“ zu intonieren, was ihm hervorragend gelang.

Bei der nächsten Ausgabe der Jazzbühne im Grenzlandtheater, die am 16. Juni um 11 Uhr und um 14.30 Uhr stattfindet, ist Samuel Schürmann, der Star aus der Aachener Inszenierung von „La Cage aux Folles“, zu Gast. Er singt, unterstützt von „Swing.it“, unter anderem Lieder aus „La Cage aux Folles“. Eintrittskarten gibt es schon jetzt an der Theaterkasse oder unter www.grenzlandtheater.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert