Jazz im Theater: Eine Erfolgsgeschichte

Von: Gerd Simons
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Jazz im Grenzlandtheater kommt
Jazz im Grenzlandtheater kommt an: Hier sind auf der Bühne zu sehen (v.l.) Heribert Leuchter (Saxophon), Manni Hilgers (Bass), Steffen Thormälen (Schlagzeug) und Czaba Székely (Gitarre). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Jazzgeschichten im Aachener Grenzlandtheater: Dieses Konzept kommt so gut an, dass die Tickets dafür schnell ausverkauft sind, obwohl nun schon Doppelvorstellungen an jedem Termin stattfinden.

Das liegt zum einen an dem mitreißenden Gespann Heribert Leuchter, der den musikalischen Part übernimmt, und Uwe Brandt, der für eine charmante und quicklebendige Moderation verantwortlich zeichnet. Zum anderen an den herausragenden musikalischen Mitstreitern Gero Körner (Piano), Manni Hilgers (Kon-trabass) und Steffen Thormählen (Schlagzeug), die seit der Premiere der „JazzBühne - Jazzgeschichten im Grenzlandtheater” im Mai 2010 mit von der Partie sind.

„Ich komme sehr gerne zur JazzBühne, weil mich das Format, die Musik sowie die kuschelige und heimelige Atmosphäre hier im Grenzlandtheater anspricht. Viele Besucher sind Wiederholungstäter, weil wir uns hier gut aufgehoben fühlen wie unter Freunden”, spricht eine Musikliebhaberin, die bisher keine Veranstaltung verpasst hat, stellvertretend für die meisten Besucher der „JazzBühne”.

Bei der sechsten Auflage entführten Heribert Leuchter und Co. die Gäste an den Zuckerhut nach Brasilien, der sich auch in einer Miniaturversion auf dem Piano von Gero Körner wiederfand, und schafften spielerisch leicht den Spagat zum Big Apple (New York) und nach Las Vegas. „Der Bossa Nova ist eine Stilrichtung der brasilianischen Musik, die in den späten 1950er Jahren entstand, als das brasilianische Volk gegen die Politik, Militärherrschaft und Diktatur aufbegehrte”, blickte Heribert Leuchter, Chef der Band „Swing it”, zurück.

Nach Amerika wäre der Bossa Nova über die besten Protagonisten des Grenre gekommen, die des Geldes wegen in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gereist waren und den Bossa Nova mit Cool Jazz verbunden hätten. Als dann noch Frank Sinatra sich der Musik, zum Beispiel mit dem Song „The girl from Ipanema”, angenommen hatte, war der weltweite Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. „Bossa Nova ist sehr atmosphärisch, und die Texte sind poetisch”, erzählt Leuchter.

Die bei der „JazzBühne” dargebotenen Songs, wie z.B. „Samba de uma nota so”, „How insensitive” und „Orfeu Negro”, waren der ideale Spielplatz für Leuchter, Körner, Hilgers und Thormählen, die in immer wieder eingestreuten Solo-Passagen glänzten und dafür Szenenapplaus erhielten. Unterstützt wurden die exzellenten Musiker von dem hervorragenden Gitarristen Czaba Székely, der derzeit in dem Musical „Der Mann von La Mancha” im Grenzlandtheater mitwirkt, und von der Sängerin Sonja Mischor, die den Songs eigenes Leben einhauchte.

Die siebte Auflage folgt

Sehr zur Freunde des Publikums, das nach dem Duett von Sonja Mischor und Uwe Brandt („The girl from Ipanema”), „Mas qu nada” und einem wunderschönen Weihnachtslied als Zugabe die Akteure auf der Bühne mit Standing Ovations verabschiedete. Die Reihe „JazzBühne - Jazzgeschichten im Grenzlandtheater” wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Uwe Brandt: „Der Termin steht noch nicht fest, wird aber wohl nach Karneval stattfinden. Wir befassen uns dann mit Duke Ellington, einem der einflussreichsten amerikanischen Jazz-Musiker.”
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