Jakobstraße: Unter Tage bröselt der alte Beton

Von: km
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Aachen. In der unteren Jakobstraße wird ab Ende Juli der Kanal saniert. Das teilte die Stawag auf einer Informationsveranstaltung für Anwohner und betroffene Geschäftsleute mit.

Das etwa 150 Meter lange, erneuerungsbedürftige Kanalstück aus dem Jahr 1895 liegt zwischen der Kockerellstraße und der Klappergasse. Um die Beeinträchtigung des Verkehrs und der Anwohner so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten genau wie auch am Hof in der Nähe vom Aachener Dom in einem unterirdischen Tunnelverfahren durchgeführt. Die Startgrube mit einem geplanten Durchmesser von etwa vier bis fünf Metern wird auf der Grünfläche vor der Klappergasse 10 ausgehoben.

„Die Maßnahmen dienen dem Erhalt der Versorgungssicherheit und sind dringend notwendig“, erklärt Wolfgang Raabe, Leiter Netzplanung und Bau bei der Stawag. Unter dem insgesamt 790 Kilometer langen Straßennetz Aachens liegen rund 8000 Kilometer Versorgungsleitungen und Kanäle für Strom, Erdgas, Fernwärme, Trink- und Abwasser sowie Telekommunikation. Bei einer Sanierungsquote von durchschnittlich zwei Prozent werden davon pro Jahr etwa 200 Kilometer fällig.

Der Beton ist brüchig und stellenweise undicht. Normalerweise beträgt die Lebensdauer eines solchen Kanals etwa 50 bis 70 Jahre. Die hat das betroffene Stück bereits weit überschritten. Bei einer voraussichtlichen Bauzeit von etwa 13 Monaten wäre eine Vollsperrung an einer Schlüsselstelle wie der Jakobstraße nicht zumutbar, so der Beschluss von Stadt und Stawag. Deshalb wurde für die Sanierungsarbeiten das besagte Tunnelverfahren gewählt. Dies sei zwar die störungsärmste Variante, aber dafür auch die teuerste, sagt Raabe.

Wie in einem Bergwerk wird unterirdisch auf der vollen Kanallänge ein Schacht ausgehoben, mit Stahlträgern gesichert und Stück für Stück ein neuer Kanal eingezogen. Abgesehen von einem Materiallager und dem allmählichen Abtransport des Abraums sollen die Bauarbeiten aber kaum merklich erfolgen. Für Verkehr und die Parkplatzsituation ändere sich nichts, versichern die Verantwortlichen. Die Arbeiten werden von Archäologen begleitet. Sobald die Sanierung des Kanals abgeschlossen ist, wird der Schacht wieder verfüllt und das Einstiegsloch geschlossen.

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