Aachen - Jahresgespräch der Landwirtschaft: Blauzungenkrankheit droht

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Jahresgespräch der Landwirtschaft: Blauzungenkrankheit droht

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
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Wichtiger Informationsaustausch: Oberbürgermeister Marcel Philipp, Dr. Peter Heyde (Leitung Verbraucherschutz), Thomas Pilgrim (Leitung Umweltamt Städteregion), Yvonne Hogen (Kreisbauernschaft), Uwe Zink, Helmut Etschenberg und Elmar Wiezorek (Fachbereich Umwelt). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zusammenarbeit und Austausch zwischen Stadt, Städteregion und den ansässigen Landwirten – das ist Sinn und Zweck des Jahresgesprächs der Landwirtschaft. Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg nutzten das Jahresgespräch zum Austausch mit den Landwirten.

Neben Informationen über drohende Erkrankungen in den nächsten Jahren und einem Vortrag über den Erhalt der Artenvielfalt gab es auch einen Vortrag über das sogenannte „Greening“.

Die Europäische Union hat 2013 die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verabschiedet. Seit 2015 sind an Basisprämienzahlungen an die Landwirte auch die Einhaltung bestimmter Landbewirtschaftungsmethoden zur Förderung des Klima- und Umweltschutzes geknüpft, das sogenannte „Greening“. Zu den Vorgaben, die verpflichtend sind, gehört zum Beispiel, dass fünf Prozent der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche genutzt werden müssen. Außerdem gibt es die Fruchtfolgendiversifizierung, die bedeutet, dass ein Landwirt mindestens drei verschiedene Fruchtarten anbauen muss, um die Artenvielfalt zu gewährleisten.

Die Landwirte haben auch die Möglichkeit, freiwillige Maßnahmen wahrzunehmen. So können zum Beispiel Grünstreifen zwischen Feldern und Gewässern angelegt werden, um den Gewässerschutz zu verbessern. „Wir ermuntern die Landwirte dazu, aber die Regeln dafür müssen einfach umzusetzen sein“, appellierte Sebastian Lammerich von der Landwirtschaftskammer in Düren an die Politik. Außerdem können Landwirte Zwischenfrüchte oder stickstoffbindende Pflanzen anbauen, um Nitrat im Boden abzubauen.

Um den Austausch zwischen Landwirten, Stadt und Städteregion zum Thema Artenvielfalt weiter auszubauen soll es in der zweiten Hälfte diesen Jahres einen runden Tisch geben. Ziel soll es sein, die Artenvielfalt weiter zu erhalten und den Rückgang zu stoppen.

Ein Tagesordnungspunkt, der den Landwirten in diesem oder dem nächsten Jahr Grund zur Sorge bereiten könnte, ist die Blauzungenkrankheit.

In Spanien, Frankreich und den Balkanstaaten sind bereits Tiere betroffen. 2006 bis 2009 war die Erkrankung in Deutschland bereits aufgetreten, nach der Pflichtimpfung war es bisher ruhig.

„Wir können damit rechnen, dass wir nächstes Jahr möglicherweise davon betroffen sein werden“, erklärte Dr. Peter Heyde, Leiter des Amtes für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen der Städteregion. Leider ist es momentan nicht möglich, vorbeugend zu impfen.

Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. „Wir haben momentan nichts aktuelles, aber einiges, was wir im Auge behalten müssen“, schloss Dr. Peter Heyde seine Ausführungen.

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