Aachen - Jacques Berndorf liest in der Mayerschen

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Jacques Berndorf liest in der Mayerschen

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Jacques Berndorf, wie man ihn kennt. Ruhig, unaufgeregt, keine Emotionen zeigend - so gemütlich stellt man sich einen passionierten Pfeifenraucher vor, der 350 Pfeifen sein eigen nennt.

Der Top-Krimiautor bezauberte in der Mayerschen Buchhandlung ein großes Fan-Publikum - und das mit äußerst hartem Stoff, für den er geschätzt, gar geliebt wird.

Und diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit, wie Berndorf alias Michael Preute (73) bei der Lesung überzeugend bekundete. Berndorf, der Erfolgsschriftsteller mit Millionenauflage, und das aufrechte Bergvolk der Eifeler - er hat den Namen des 480-Seelen-Nestes in der rheinland-pfälzischen Eifel angenommen, wo er seit 25 Jahren lebt und wirkt: Dies ist eine langsam, aber stetig gewachsene enge Beziehung.

Die Bewohner nehmen es ihm nicht übel, dass er ihre raue Gegend als „Provinz” bezeichnet - die aber gar nicht „ohne” sein soll, glaubt man seiner mörderischen Reihe, welche die Eifel zum Titelthema veredelt hat („Eifel-Gold”, „Eifel-Schnee”, „Eifel-Müll”...).

In seinem neuesten Reißer hat er Themen drauf, die nicht unbedingt in die fremdenverkehrserprobte Eifellandschaft hineinpassen. Berndorf springt in seinem „Meisterschüler” zwischen dem Drogensumpf in Bogota und New York hin und her - und findet nach längerer Abstinenz endlich wieder ein Eckchen für seine Eifel - „volle Kanne” sogar, wie er andeutet: Rund um den Bundeswehrstützpunkt Büchel, ein Kampfgeschwader, lässt er - wie seine Lesung nur kurz anreißt und damit neugierig macht - geheimnisvolle Umtriebe walten, die einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben und frösteln lassen.

Berndorf, gelernter, namhafter Journalist, hat auch diesmal - wie man ihn kennt - intensiv recherchiert, um seinen Stoff, der im Milieu der Geheimen spielt, faktensicher darstellen zu können. Da war es auch für den Bundesnachrichtendienst (BND) keine allzu schwierige Frage, ihn hinter seine Kulissen blicken zu lassen.

Die Schlapphutträger hatten sich geöffnet, weil sie wussten, dass er ihre Arbeit nicht ins Lächerliche zieht und sie nicht in die Pfanne hauen wird - diesmal noch...

Jacques Berndorf enthüllte, dass er in absehbarer Zeit die Eifel wieder in den Mittelpunkt einer schrillen Mordstory rücken werde. Um welches Thema sich dieser Thriller drehen wird, legte er schon offen: die - real existierenden - merkwürdigen Finanz-Eskapaden um den Bau eines Freizeitzentrums am Nürburgring.

Wie könnte das Buch heißen? „Die Nürburg-Papiere - oder Die Nürburg-Falle - das klingt doch ganz phantastisch! Oder ganz was anderes. Ich weiß es noch nicht.”

Und noch eines ist zur Freude der Fans sicher: Dann darf auch wieder mal sein „alter ego” Siggi Baumeister, wie Berndorf ein wenig älter geworden („Er nähert sich der 50”), als Journalist drauflos ermitteln.
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