Aachen - Itertalklinik: Eine Punkteteilung mit zwei Gewinnern

Itertalklinik: Eine Punkteteilung mit zwei Gewinnern

Von: Hans-Peter Leisten
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Sie ist optimistisch, dass die Punktepatenschaft eine gute Idee zum richtigen Zeitpunkt ist: Monika Josephs, Projektkoordinatorin für das geplante Hospiz. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jeder kann zum Baumeister eines bedeutsamen Projektes werden. Aber statt Steinen bilden ausnahmsweise Punkte den Baustoff, aus dem ein wichtiges Haus für die Stadt und die Region entstehen soll.

Diese sind mal klein und hell-orange, mal größer und knallrot. Jeder einzelne hat seine Berechtigung und steht symbolisch für ein ganz besonderes Engagement, denn in ihrer Gesamtheit bilden sie das Logo der Hospizstiftung Region Aachen, deren erstes Projekt die Errichtung eines weiteren stationären Hospizes ist. Und jedes Pünktchen – ganz gleich wie groß – hilft bei der Verwirklichung dieser Idee. Jeder kann „Punktepate“ bei der Errichtung des Hospizes werden. Ab sofort kann man dazu Punkte in beliebiger Anzahl und für eine Summe ab 50 Euro aufwärts kaufen. Ein sinnstiftendes Geschenk zur rechten Zeit.

Monika Josephs ist die Koordinatorin und Öffentlichkeitsbeauftragte des Projektes im Gebäude der einstigen Itertalklinik. Sie koordiniert auch die Punkteaktion, die gemeinsam mit vielen anderen Aktionen die noch vorhandene Finanzierungslücke für das Hospiz schließen soll. „Es handelt sich um eine ganz persönliche Beteiligung, denn jeder Käufer eines Punktes kann diesen zu seiner ganz individuellen Sache machen“, schildert sie den Charakter der Punktepatenschaften. Man kauft einen Punkt aus dem Logo der Hospizstiftung und kann diesen mit einem frei wählbaren Gruß, einer persönlichen Botschaft oder sonstigem angemessenem Inhalt versehen. Natürlich kann man ihn auch anonym halten. Ende Dezember wird die entsprechende Seite auf der Homepage der Hospizstiftung, die das Projekt trägt, freigeschaltet. Dann kann man mit einem Maus-Klick seinen Punkt und die damit verbundene Botschaft aktivieren und gleichzeitig eine Botschaft nach außen senden.

Die Idee zu den Punktepatenschaften stammt von Boris Bongers, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums, das die Stiftung berät. Grundsätzlich ist die Hospizstiftung Träger der Projektidee und entstanden aus dem Palliativnetzwerk, in dem alle Einrichtungen und Menschen zusammengefasst sind, die sich in der Region mit Palliativversorgung beschäftigen: das stationäre Hospiz Haus Hörn, ambulante Hospizdienste, Home Care Aachen, Ärzte, Pflegedienste, Altenheime, Krankenhäuser, Krankenkassen, Apotheken und Sanitätshäuser. Sie alle bieten die Basis, auf dem das neue Hospiz entstehen soll.

In der früheren Geburtsklinik wird nach gründlichem Umbau ein Hospiz für Schwerkranke entstehen, in dem bis zum letzten Augenblick in einer Atmosphäre von Wärme, Offenheit und Geborgenheit gelacht, geweint und intensiv gelebt wird. Umfeld und Immobilie waren auch die Gründe, die die Hospizstiftung zum Erwerb der früheren Klinik bewegten. Betrieben und gemietet wird das neue Haus über die Home Care Betreibergesellschaft gemeinnützige GmbH, die speziell für diesen Zweck gegründet wurde.

Um die Konzeption komplett umzusetzen, ist die Stiftung auf Unterstützung angewiesen, denn die Kauf- und Umbaukosten belaufen sich insgesamt auf rund sechs Millionen Euro an denen die Stiftung mit drei Millionen Euro beteiligt ist, davon mussten rund zwei Millionen Euro über Spenden und Zustiftungen beim Start vor einem Monat noch aufgebracht werden.

Bürgerschaftlicher Gedanke

Der Spendenzuspruch seither macht viel Mut, doch noch sind die Verantwortlichen nicht am Ziel. Die neue Einrichtung in Aachens grüner Voreifel versteht sich als ein kommendes, nicht-kommerzielles Haus von Aachenern für Aachener. Insoweit wird sie auch vom bürgerschaftlichen Gedanken getragen. Ein weiterer Schritt zur Realisierung dieser Grundphilosophie ist eben diese Punktepatenschaft.

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