Investor in Sicht: Bewegung auf dem Wertz-Gelände

Von: Oliver Schmetz
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Wann verschwindet der städtebauliche Schandfleck? Nach langem Stillstand kommt Bewegung in das Wohnungsprojekt auf dem Wertz-Gelände am Hohenzollernplatz. Ein Investor ist in Sicht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Als das Planverfahren für das mehr als 8000 Quadratmeter große sogenannte Wertz-Gelände am Hohenzollernplatz auf die Zielgerade einbog, konnte es dem Projektentwickler nicht schnell genug gehen. Das weiß man in Politik und Verwaltung noch gut.

„Da wurde Stein und Bein geschworen, dass es sofort losgeht, wenn wir den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fassen“, erinnert sich ein Ratsherr. Der Stadtrat gab grünes Licht, schließlich ging es um 170 neue Wohnungen für den angespannten Aachener Wohnungsmarkt. Man schrieb damals den Mai 2014, und es passierte – nichts.

Doch jetzt, 15 Monate später, scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Teile des tristen Areals an der Ecke Joseph-von-Görres-Straße/Stolberger Straße sind mittlerweile freigeräumt, Absperrungen deuten auf eine Baustelleneinrichtung hin. Besagter Projektentwickler, die Trapp Real Estate GmbH & Co KG (TRECO) aus Wesel, mag sich aber auf AZ-Anfrage nicht mehr zu dem Projekt äußern, sondern verweist auf die Besitzer. Und von dort kommt tatsächlich das Signal, dass der städtebauliche Schandfleck im Aachener Osten bald verschwinden könnte.

Denn laut Georg Axmacher, einer der Geschäftsführer des Aachener Unternehmens Wertz und zugleich einer der Grundstücksbesitzer, sind die Vertragsverhandlungen mit einem Investor weit gediehen und stehen kurz vor dem Abschluss. Mittlerweile habe man deswegen den bisherigen Mietern auf dem Grundstück gekündigt und bereite das Gelände für den Verkauf vor. Laut Stadt wird dort zurzeit auch noch der Rest eines früheren Bunkers abgebrochen. Ein Bauantrag oder eine Bauvoranfrage liege der Verwaltung aber noch nicht vor.

Nach AZ-Informationen hing das Wohnungsbauprojekt so lange in der Warteschleife, weil sich die Suche nach einem Endinvestor – also einem Käufer der Wohnungen – ausgesprochen schwierig gestaltete. Aus Verwaltungskreisen ist zu hören, dass es zwischenzeitlich auch Interessenten mit neuen Ideen gegeben habe – was allerdings erneut lange Planverfahren nach sich ziehen würde. Schließlich legt der vorhabenbezogene Bebauungsplan genau fest, was auf dem Wertz-Gelände gebaut werden soll: etwa 170 Wohneinheiten, von der Einzimmer- bis zur Vierzimmerwohnung, von denen etwa 45 bis 50 öffentlich gefördert sein sollen. Darüber hinaus sind einige Ladenlokale, Cafés, ein Innenbereich mit Aufenthaltsqualität und unterirdische Stellplätze vorgesehen.

Wann tatsächlich mit dem Bau des Wohnprojektes, das bislang unter dem Namen „Miteinander im Carrée“ firmiert, begonnen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Laut Georg Axmacher soll aber zumindest der Verkauf an besagten Endinvestor noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.

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