Internationales Jugendcamp: Es fehlen Teilnehmer aus der Region

Von: akai
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Aachen. Es soll ein internationales Jugendcamp mit Aachener Beteiligung werden, danach sieht es derzeit aber noch nicht aus.

„Wir wollen ein Stück Europa organisieren. Aber uns fehlen noch Teilnehmer aus der Stadt Aachen und der Städteregion. Ebenso fehlt uns noch die Bereitschaft von Aachener Familien, sich für die Unterbringung unserer europäischen Gäste bereit zu erklären“, bedauert Hans-Joachim Geupel, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen.

Sie lädt zusammen mit dem Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit und dem Rhein-Maas-Gymnasium zu der Jugendbegegnung ein, die vom 10. bis 16. Juli in Aachen geplant ist. Teilnehmen sollen Jugendliche aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, Belgien, in Aachen lebende Geflüchtete und Aachener Jugendliche.

„Die Finanzierung steht, der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz ist der Schirmherr, und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp wird die Gruppe im Rathaus empfangen“, erklärt Geupel. Und schließlich sei das Thema Frieden und Freiheit „doch so fundamental für uns alle, dass ich mir noch nicht vorstellen will, die Projektwoche wegen Mangel an Anmeldungen aus der Region Aachen absagen zu müssen.“

„Dass Aachener Jugendliche teilnehmen, ist Teil des Konzeptes und der Finanzierung“, betont der Chef der Bürgerstiftung, der sich nicht erklären kann, warum die Resonanz vor Ort gleich Null ist. „Wir haben mit vielen Lehrern persönlich gesprochen, aber kaum eine Rückmeldung bekommen. Es ist zwar jetzt bis zum 6. Mai kurzfristig, aber ich hoffe auf das Interesse der Jugendlichen aus Aachen und der Städteregion“, sagt Geupel und ergänzt: „Aus Bosnien und Serbien ist die Teilnehmerliste komplett. Ebenso aus dem Bereich Flüchtlinge und nahezu auch aus Belgien.“

Berührungsängste

Die Jugendbegegnung steht unter dem Motto „ Frieden und Freiheit für alle?!“ Dabei sollen die Jugendlichen sich kennenlernen, Grenzen und Berührungsängste überwinden, Spaß haben, gemeinsam feiern und kreativ sein. Sie sollen sich zudem aktiv am Gestaltungsprozess beteiligen.

„Wir bieten die Möglichkeit, die eigenen persönlichen Erfahrungen, Meinungen und Eindrücke zu ‚Frieden und Freiheit für alle?!‘ kreativ zu gestalten. Kunst, Film, Fotografie, Theater können Medien sein, um die Erfahrungen der Woche zu präsentieren“, erläutert Christiane Kaufmann vom Stiftungsbüro der Bürgerstiftung Lebensraum.

Am Ende der Woche, Freitag, 15. Juli, steht der Jugendgruppe die Aula Carolina in Aachen zur Verfügung. Dort kann sie ihre Aktionen der Öffentlichkeit präsentieren und anschließend mit allen Beteiligten feiern. Die Teilnahme an dem internationalen Camp ist für alle kostenfrei.

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