Internationales Erzählkunstfestival: Ode an die Freundschaft

Von: Claudia Heindrichs
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Blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge Richtung Oktober: Andreas Beitin, Boris Sokolov, Thorsten Tönnes, Regina Sommer, Suna Niemetz und Olaf Müller (v.l.) freuen sich auf das 21. Internationale Erzählfestival. Es wird allerdings das letzte sein. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut Regina Sommer, Initiatorin der Reihe „Zwischen-Zeiten“, dem 21. und letzten Erzählfestival entgegen: „Wir haben die Erzählkunst nach Deutschland gebracht. Immer mehr Festivals sind entstanden, und das Erzählen wird immer mehr anerkannt. Wir haben unsere Ziele erreicht und können somit nach 21 Jahren aufhören.“

Was einst als Erzählfestival in vier aufeinanderfolgenden Jahren geplant war, hat sich unter dem Namen „Zwischen-Zeiten“ in Aachen etabliert. Zum Abschluss werden vom 12. bis 15. Oktober 24 Erzähler aus der ganzen Welt mit 100 Geschichten erwartet. Sommer erklärt: „Unter dem Motto ‚Eine Ode an die Freundschaft‘ wird es ein großes Fest der Freunde, aber auch des Abschieds. Alle Erzähler treten ohne Gage auf und erzählen mit liebgewonnen Gepflogenheiten ihre Geschichten.“

Das 21. Internationale Erzählfestival startet am Donnerstag, 12. Oktober, um 20 Uhr im „space“ des Ludwig Forums, Jülicher Straße 97-109. Dort geht es um vier Kontinente. Zehn Erzähler, die jeweils einige Länder repräsentieren, werden zum Thema „Die Welt beim Wort genommen“ von Flora und Fauna, Menschen und Wesen sowie Klima und Geografie erzählen.

Am Freitag, 13. Oktober, findet der „Nachmittag der Begegnung“ statt. In der Bibliothek des Zeitungsmuseums, Pontstraße 13, startet die Veranstaltung um 14 Uhr unter dem Titel „Hast Du schon gehört?“. Um 15 Uhr geht es im Couven-Museum, Hühnermarkt 17, mit den Erzählerinnen und Erzählern Joe Baele, Jasna Held und Giovanna Conforto auf Englisch weiter. Sie erzählen „What I always wanted to tell you…“. Die letzte der drei kostenfreien Veranstaltungen findet im Haus Löwenstein statt. Um 16 Uhr gibt es dort eine deutsch-englische Erzählkombination zu der Frage „Hast Du schon gewusst?“.

Freitag und Samstag stehen zwei lange Nächte der Geschichten an. Ab 20 Uhr wird es im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Tanz drei Stunden Erzählungen aus aller Welt zum Thema „Freundschaft“ geben. Raymond den Boestert aus den Niederlanden, Alexander Kostinskij aus der Ukraine und Petronella van Dijk aus Kanada gehören zu den zahlreichen Erzählern.

Wann und wo weitere Veranstaltungen am Samstag, 14. Oktober, und Sonntag, 15. Oktober, an verschiedenen Orten zu Themen wie „Geist, Geister, Geistiges!“ oder „Stories meet physics“ nebst Familienprogramm stattfinden, kann auf der Festivalwebsite www.maer.de oder beim Haus der Märchen und Geschichten eingesehen werden.

Auch die „Schule des Hörens“ findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Zehn Erzählerinnen und Erzähler werden durch Schulen in der Städteregion und den Niederlanden reisen und auf Englisch, Deutsch, Französisch und Niederländisch erzählen. „Die ‚Schule des Hörens‘ dient der Kommunikation und der interkulturellen Begegnung. Ohne dies ist ein funktionierendes Miteinander nicht möglich. Es ist wie Fernsehen im Kopf“, erklärte Sommer.

Das Gesicht des diesjährigen Festivals hat erneut Boris Sokolov entworfen. Der Aachener Künstler arbeitet schon lange mit Regina Sommer zusammen und veranschaulicht ihre Ideen für Flyer und Plakate. „Während der Festivals ist es immer wieder spannend, wenn die Zuschauer Parallelen zwischen dem Erzählten und den Bildern erkennen“, sagte Sommer. Die Besucher würden auch diesmal herausfinden, was der Zauberer auf dem Flyer mit dem Thema der Freundschaft zu tun hat.

Und auch wenn Veranstalter, Erzähler und Zuschauer traurig seien, dass das Internationale Erzählkunstfestival in Aachen zum letzten Mal stattfindet – es ginge immer irgendwie weiter, nur eben etwas anders, verrät Sommer.

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