Internationaler Museumstag: Spurensuche in Aachener Museen

Von: Katharina Redanz.
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Laden ein zum 40. Internationalen Museumstag am kommenden Sonntag: Frank Pohle, Kulturdezernentin Susanne Schwier (Mitte) und Pia vom Dorp. Foto: Andreas Herrmann
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Rathaus, Kerker, Stadtarchiv, Station Europa: Auch im Grashaus am Fischmarkt geht es auf Spurensuche. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Aachener Museen laden zum Internationalen Museumstag ein. Und zwar nicht nur zu ihren aktuellen Ausstellungen, sondern gezielt, um „hinter die Kulissen“ zu blicken: Das Motto des 40. Internationalen Museumstages am 21. Mai ist „#SpurenSuchen“.

„Das lässt sich in verschiedenster Weise interpretieren“, sagt Prof. Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne Aachen. Unter anderem ließen sich Spuren des Museumsbetriebs entdecken, die sonst für den Besucher nicht sichtbar seien. „Das ist einer der Aspekte, den wir uns zum vorgegebenen Motto überlegt haben“, so Pohle, der gemeinsam mit Pia vom Dorp, Leiterin der Kunst- und Kulturvermittlung der Route Charlemagne und der Aachener Museen, ein vielseitiges Programm entwickelte.

Museen in über 100 Nationen nehmen am Internationalen Museumstag teil. Seit 1978 wird er vom Internationalen Museumsrat ICOM jedes Jahr im Mai ausgerufen. Der Tag soll auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der Museen in aller Welt aufmerksam machen. „Es ist wirklich etwas Besonderes, wenn Museen in so vielen Ländern kostenlos ihre Türen öffnen und Führungen und andere Aktionen zu einem bestimmten Motto anbieten“, sagt Susanne Schwier, Beigeordnete für Kultur.

Auch für Aachen sei der Tag wichtig und von Bedeutung: „An nur einem Tag kann man das ganze Spektrum der Aachener Museumslandschaft erleben“, so die Kulturdezernentin, und das sei sehenswert. In insgesamt sechs Museen lasse sich beispielsweise Archäologie auf der Route Charlemagne und zeitgenössische Kunst im Ludwig Forum erleben, im Suermondt-Ludwig-Museum könnten die „alten Meister“ bestaunt werden. Während in den letzten Jahren rund 2700 Besucher zum Internationalen Museumstag in Aachen kamen, rechnet Schwier in diesem Jahr mit 3000.

Schließlich sei das Programm in allen sechs Museen sehr attraktiv, mit Führungen, Workshops und Fachvorträgen sollten auch junge Leute angesprochen werden. „Wir haben das vorgegebene Motto wörtlich und breit aufgefasst“, so Frank Pohle, „in verschiedenen Veranstaltungen suchen wir unterschiedlichste Spuren.“ Im Centre Charlemagne etwa können sich Familien nach einer Führung auf Spurensuche begeben: Interessante Funde in einer Sandgrube machen und sie wie echte Archäologen mit den richtigen Werkzeugen bearbeiten und einordnen.

Im Couven-Museum kann in verschiedenen Führungen Spuren des Kolonialismus im Alltag nachgegangen werden, das Grashaus als musealer Ort lädt unter anderem unter dem Thema „Das Grashaus – Rathaus, Kerker, Stadtarchiv, Station Europa“ zu einer Führung mit Praxismodul ein. Im Internationalen Zeitungsmuseum kann verschiedenen Spuren nachgegangen werden: Archivführungen laden hinter sonst verschlossene Türen, in der Führung „Der Vorwurf der Lügenpresse“ wird Spuren von Fälschungen nachgegangen.

„Insgesamt haben wir ein spannendes Programm auf die Beine gestellt, einen bunten Strauß an Angeboten, der für jeden etwas zu bieten hat“, sagt Pohle. Ein Highlight zu nennen fällt ihm schwer, jede einzelne Spur, die am Internationalen Museumstag in Aachen zu finden sei, sei spannend.

Am Internationalen Museumstag am 21. Mai haben das Ludwig Forum, das Suermondt-Ludwig-Museum, das Couven-Museum, das Internationale Zeitungsmuseum, das Centre Charlemagne von 10 bis 17 Uhr geöffnet, das Grashaus zu den jeweiligen Führungen. Der Eintritt ist frei.

Das genaue Programm und weitere Informationen gibt es unter aachen.de sowie auf den jeweiligen Websites der Museen. Für die Veranstaltungen im Grashaus wird um Anmeldung gebeten (museumspaedagogik@mail.aachen.de oder telefonisch unter 4324998, 4324955).

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