Internationale Kunst im famosen Doppelpack

Von: Svenja Pesch
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Die Malereien, Objekte und Fotografien von Nuyen unter dem Titel „Neue Freunde“ erzählen dem Betrachter eine Geschichte. Foto: Andreas Schmitter
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Dmitry Teselkin bewegt sich im Rahmen seiner Ausstellung „Constructor“ mit geometrischen Formen im Bereich des Minimalismus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Auf den ersten Blick zeigen die Arbeiten der beiden Künstler Dmitry Teselkin und Nghia Nuyen keine erkennbaren Gemeinsamkeiten. Während Teselkin sich im Rahmen seiner Ausstellung „Constructor“ mit geometrischen Formen im Bereich des Minimalismus bewegt, erzählen die Malereien, Objekte und Fotografien von Nuyen unter dem Titel „Neue Freunde“ dem Betrachter eine Geschichte.

Beide Künstler sind aktuell in der Galerie Freitag 18.30 zu sehen. Warum Galerist Robert Mertens ausgerechnet diese beiden Künstler innerhalb einer Ausstellung präsentiert, erklärt er so: „Mir ist es wichtig, Künstlern von außerhalb eine Plattform zu geben. Dmitry kommt aus Russland und hat seine Kunstwerke bereits im Modern Museum of Art (MoMa) in Moskau ausgestellt. Was ihn und Nuyen vereint, ist die Tatsache, dass beide konzeptionell, aber auch tiefgründig und emotional arbeiten. Identifikation spielt bei beiden auf verschiedene Art und Weise eine Rolle.“

Nghia Nuyens Bilder sind überwiegend im letzten halben Jahr entstanden. Seine Gemälde zeigen einen Affen in menschlichen Gemütszuständen. „Mal blickt der Affe nachdenklich, mal verspielt den Betrachter an. Es geht um Klassentrennung und Identifikation. Dieses Thema ist mir persönlich sehr wichtig, da ich selbst 1981 mit dem Boot geflohen bin“, so Nuyen. Dementsprechend beinhaltet die Skulptur „The body“ autobiografische Elemente und stellt in Ansätzen den beschwerlichen Weg der Flucht dar.

Dmitry Teselkins Ausstellung „Constructor“ ist vergleichbar mit einem großen Puzzle, an dem kontinuierlich gearbeitet und immer ein weiteres Stück angefügt wird. „Ich arbeite an diesem Projekt bereits seit zehn Jahren. Mit Plexiglas, Stahl, Stein oder auch Karton erstelle ich eine Serie mit verschiedenen Arbeiten“, erzählt Teselkin und ergänzt: „Das Ganze ist ein Prozess, der über die Zeitachse hinweg immer komplexer und größer wird. Vor allem der Minimalismus inspiriert mich. Da ich auch als DJ arbeite, verbinde ich in beiden Richtungen die Merkmale des Minimalismus.“

Seine zum Teil über zwei Meter hohen Konstruktionen zeigen einen bestimmten Rhythmus sowie eine Gleichmäßigkeit. Trotz des leicht aussehenden Kartons wirken seine Konstruktionen inmitten der Galerieräume wie in Stein gemeißelt. Und so unterschiedlich die beiden Künstlerpositionen vordergründig vielleicht sein mögen, so erkennt man bei näherem Betrachten doch die ein oder andere inhaltliche Gemeinsamkeit.

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