Interessen der Mieter haben klaren Vorrang

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Stephanstraße: Angelika Hildersperger, Frank Renkewitz, Patricia Landwehr-Calhan, der kleine Gabriel mit Vater Werner Schmidt und Birgitta Hollmann setzen auf das neue Wohnmodell. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gleichzeitig Mieter und Eigentümer, die guten Seiten einer eigentumsorientierten Wohnform einerseits und einer mietorientierten Wohnform andererseits miteinander zu verbinden, wird durch das Wohnprojekt „Wohnsinn” Aachen ermöglicht.

„Was wir in Aachen praktizieren, ist einmalig in Nordrhein-Westfalen”, sagt Frank Renkewitz, Geschäftsführer Wohnsinn Aachen GmbH.

Die Städteplanerin Angelika Hildersperger hob das Besondere hervor: Hier werde ein Gebäude von einem Verein entwickelt, der selbstverwaltend sei. Die Idee zu diesem Projekt habe man im Internet entdeckt, man sei auf das Freiburger „Grün8-Syndikat” gestoßen.

Derzeit verfügt der Aachener Verein über 18 Mitglieder, weitere sind jederzeit willkommen. Vor Wochen habe noch auf der Kippe gestanden, ob überhaupt gebaut werden könne, so Hildersperger. Ziel sei es, preiswerten Wohnraum zu schaffen, über den ausschließlich die Nutzerinnen bestimmten.

Gebaut wird auf ehemaligen städtischen Grundstücken in der Stephanstraße 24. Das Gelände umfasst zwei denkmalgeschützte Altbauten, die vorwiegend vermietet sind, und ein rückwärtiges Baugelände. Im März, nach Abriss der dort befindlichen Gebäude, entstehen zwölf neue Wohnungen, davon sieben Sozialwohnungen für insgesamt 21 Personen.

Auf eines legt Birgitta Hollmann vom Vorstand Wert: Trotz knapper finanzieller Möglichkeiten soll an der Energietechnik und Barrierefreiheit nicht gespart werde. Im sogenannten Drei-Liter-Haus mit preiswerten Mieten reduzieren sich die Heizkosten für eine Single-Wohnung auf zehn Euro im Monat.

1,6 Millionen Euro wird der Neubau kosten, den man im Dezember schon beziehen möchte. „Die Umsetzung von konkreten Utopien ist machbar”, ergänzt Frank Renkewitz.

Wohnsinn freut sich auf weitere Interessenten, die Lust auf Gemeinschaft haben und ein starkes Engagement mitbringen.
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