Interessante Zahlen präsentiert der Karls- und Dombauverein

Von: Thomas Kreft
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Aachen. 7.777,77 Euro - genau diese Summe hat der Aachener Karls- und Dombauverein im vorigen Jahr aus dem Opferstock des Doms „erwirtschaftet”.

Das verkündete Schatzmeister Dr. Karl-Heinz Paffen auf der Jahreshauptversammlung des Vereins. Es war nicht die einzige interessante Zahl, die das zu Hunderten erschienene Publikum erfuhr.

Dass die Einnahmen des Vereins - 2010 waren es 397.000 Euro - nicht alle aus Mitgliederbeiträgen stammen, ist bekannt. Aus der Lotterie „Spiel 77” flossen 164.00 Euro zugunsten des Aachener Münsters, und aus dem Bußgeldertopf der Verkehrssünder erhielt der Karlsverein rund 15.000 Euro. Damit werde aber bald Schluss sein, denn die Verteilung geschehe demnächst zentral, sagte Paffen, „wohl durch Verlosung in Düsseldorf.” Üblicherweise trägt der Karlsverein jährlich 260.000 Euro der Domsanierung.

Im vorigen Jahr ging die Restaurierung des Sechzehnecks zu Ende. Unerwartete Risse warfen die Finanzierung durcheinander, heißt: 160.000 Euro Mehrkosten. Wieder einmal stellte die 160 Jahre alte Vereinigung ihre Schlagkraft unter Beweis: Ein Spendenaufruf spülte 73.000 Euro binnen acht Wochen in die Kasse. Derzeit geht es dem Dreck und den Schäden des Kuppelmosaiks an den Kragen.

Wie viele Steinchen dort oben haften, weiß keiner. Ein Praktikant habe jüngst bei dem Kopf eines Heiligen nachgezählt, berichtete Dombaumeister Helmut Maintz, und kam allein dabei auf 2682 Stück. Im Juli sollen die Gerüste abgebaut werden. Dann erstrahlt das Münster innen wieder wie vor 100 Jahren.

Auch der Vorsitzende, Dr. Jochen Bräutigam, jonglierte mit Zahlen. Seit Jahren ist es Usus, Mitglieder-Rekordstände mitzuteilen. 2174 Bürger zählte der Verein zum Jahresabschluss in seinen Reihen. 3000 sollten es bis 2014 sein, überlegte Bräutigam ob des anhaltenden Trends nach oben. Der Kölner Dombauverein habe 12.000 Mitglieder, rechnete er vor, das seien doch anteilsmäßig 3000 für Aachen. Das Datum 2014 passe gut, denn dann würden der Dom 1200 und die Chorhalle 600 Jahre alt.

Für die Zukunft hat sich der Verein mit einem neuen Logo gewappnet, der Wahlspruch lautet jetzt: „Dem Erbe verpflichtet”. Die Internetseite http://www.karlsverein.de wird völlig umgekrempelt. Auch der Spendenmarkt sei immer stärker umkämpft, erläuterte Schriftführer Werner Schlösser.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen neuen Band der eigenen Schriftenreihe. Diesmal enthält er hochkarätige Beiträge von der Aachener Dombaumeistertagung. Das Heft ist den Mitgliedern vorbehalten. Wer beitritt, erhält alle noch verfügbaren Ausgaben.
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