Aachen - Integrationsratswahl: Zuversicht auf mehr Beteiligung

Integrationsratswahl: Zuversicht auf mehr Beteiligung

Von: Julia Gröbbels
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl zum Integrationsrat in Aachen lag bei rund drei Prozent. „Diese Zahlen waren ein großer Schock, aber in diesem Jahr sind wir zuversichtlich, dass die Wahlbeteiligung besser ausfallen wird“, so Bürgermeisterin Hilde Scheidt.

 Im Rathaus findet am Donnerstag ab 17 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den Integrationsratswahlen im Mai statt.

Anlass zur Hoffnung gebe es aus verschiedenen Gründen. Zum Einen sei es als großer Fortschritt zu werten, dass die Wahlen zum Integrationsrat ebenso wie die Kommunal- und Europawahlen auf den 25. Mai terminiert seien. „Die geringe Wahlbeteiligung bei der letzten Wahl lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass es zu wenig Wahlurnen gab und die Wähler zu große Strecken zurücklegen mussten“, so Paola Blume, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates.

Diesmal mehr Wahlurnen

Denn in diesem Jahr befindet sich in jedem Wahlbüro auch eine Wahlurne für die Integrationsratswahl. „Unser langfristiger Wunsch ist jedoch, das kommunale Wahlrecht für Migranten zu erreichen“, so die Integrationsbeauftragte Heidemarie Ernst.

Mit der Großen Koalition sei man diesem Ziel nun näher als je zuvor. Ein weiterer Erfolg sei es, dass in diesem Jahr erstmals auch „eingebürgerte Deutsche“ an den Wahlen des Integrationsrates teilnehmen dürften.

Auch eine Neuerung in der Gemeindeordnung trage zu einer enormen Aufwertung der Integrationsräte bei, heißt es. Die geht vor allem damit einher, dass im Integrationsrat die Migrantenvertreter mit den Ratsmitgliedern auf Augenhöhe zusammenarbeiten sollen. Darüber hinaus erhält der Integrationsrat im Rahmen der Allzuständigkeit des Rates Entscheidungskompetenz. Außerdem sei es den Mitgliedern des Integrationsrates von nun an auch möglich, Stellvertreter einzusetzen, so dass sich die Anzahl der Ansprechpartner von 14 auf 28 erhöhe, so Blume.

Im Rahmen der Veranstaltung im Rathaus bekommen die Teilnehmer die Gelegenheit, die Arbeit und Projekte des Integrationsrates kennenzulernen, bevor es um die Details zu den Wahlmodalitäten geht. Die Veranstaltung endet mit einem Podiumsgespräch mit den Vorsitzenden der Integrationsräte der Städte Bonn und Troisdorf sowie dem Vorsitzenden des Landesintegrationsrates Nordrhein-Westfalen.

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