Integration auf vier Rädern: Busse fahren Jugendliche zum Sport

Von: Svenja Pesch
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Sind auch froh über die Unterstützung durch die Initiative: die Kinder der Alemannia-Jugend. Foto: Initiative

Aachen. Die Bilanz nach nicht einmal sieben Jahren beweist die Notwendigkeit der Initiative: Der Kilometerstand beider Teamsportbusse der Kampagne „Jugend im Kampf gegen Gewalt“ steht bei jeweils 147.000 gefahrenen Kilometern. 2012 wurde der erste Bus angeschafft, 2013 der zweite. Seitdem sind sie beinahe täglich im Einsatz. Bis zu acht Kinder und ein Fahrer finden in dem Auto Platz.

Für Walter Küpper, Geschäftsführer der gemeinnützigen Initiative, ist der Aspekt der Mobilität besonders wichtig. „Mit den Teambussen, auch Talenttransporter genannt, werden Kinder und Jugendliche zu ihrem Sportverein gefahren. Dieser ist an den Stadtsportbund angeschlossen. Viele Eltern haben selbst kein Auto. Eine Mitgliedschaft in einem Verein wäre also oft gar nicht machbar.

Umso wichtiger, dass die Busse immer einsatzbereit sind.“ Neben Fahrten zu den je Trainingseinheiten bringen die Busse ganze Teams zu Blutspenden, Ausflügen oder Grillfesten. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Kind auf Sport und Spaß verzichten muss. Die Kampagne trägt damit einen wichtigen Teil zur gelebten Integration bei. „Unser Ziel ist es, dass niemand von Aktivitäten ausgeschlossen wird, weil er nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung hat“, betont Küpper.

Damit die Busse auch weiterhin für die gute Sache im Einsatz sind, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Denn Versicherung, Inspektion, Reparaturen und Reifenwechsel gehen ganz schön ins Geld. Walter Küpper hofft auf weitere Förderer. „Im Jahr kosten die Busse locker 10 000 Euro. Das ist eine Menge Geld, die wir aufbringen müssen. Unsere Förderer tragen zwar einen erheblichen Teil zur Finanzierung bei, aber es reicht leider nicht aus.“

Für die Kinder und Jugendlichen ist die Fahrt mit den Bussen nicht mehr wegzudenken. Schon auf dem Weg zum Verein wird erzählt und gelacht. Integration auf vier Rädern, die gleichzeitig Teilhabe am Sport und an Ausflügen ermöglicht. Der Wunsch der Verantwortlichen ist deshalb, dass die Busse auch weiterhin durch Aachen und die Region fahren und dabei vielen Talenten ihr Hobby ermöglichen. Immerhin sprechen sie nicht umsonst von Talenttransportern, in denen vielleicht der nächste Profisportler sitzt.

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