Aachen - Institution mit langer Tradition: Alexianer feiert 680. Geburtstag

Institution mit langer Tradition: Alexianer feiert 680. Geburtstag

Von: svp
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Aachen. Was vor 680 Jahren mit einer kleinen Gruppe engagierter Menschen begann, ist heute eine feste Institution in Aachen. Das Alexianer-Krankenhaus wurde in der Kaiserstadt 1334 erstmals urkundlich nachgewiesen. Entstanden ist es im 12. Jahrhundert aus einer Laienbewegung, die aus aktiven Christen hervorging.

Grund genug also, das große Jubiläum gebührend zu feiern. Am Donnerstag, 17. Juli, veranstaltet das Alexianer deshalb ein großes Sommerfest mit Open-air-Kino. Das Datum ist dabei ganz bewusst gewählt, da es der Namenstag des heiligen Alexius, dem Schutzpatron der Alexianer, ist. Geschäftsführerin Birgit Boy hofft auf viele interessierte Besucher: „Mein Wunsch ist, dass viele Menschen kommen und sich persönlich ein Bild machen. Einige haben vielleicht auch Berührungsängste, die sie hier aber ganz einfach und spielerisch abbauen können.“

Zudem erfährt man, was alles in dem Krankenhaus, welches der älteste Standort der Alexianer in ganz Deutschland ist, möglich ist. 700 Mitarbeiter und 45 Auszubildende kümmern sich auf verschiedene Art und Weise um die Belange der Patienten. Das Krankenhaus zählt 232 stationäre und tagesklinische Plätze und behandelt jährlich rund 3600 Patienten stationär und teilstationär. Hinzu kommen rund 5800 ambulante Patienten jährlich.

Der Wohn- und Beschäftigungsverbund bietet 120 stationäre Wohnplätze und betreut derzeit täglich ungefähr 700 Menschen mit Behinderung in diversen Lebensbereichen. Als Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ist die Alexianer GmbH eine feste Anlaufstelle in Aachen geworden. Dr. Michael Plum ist ärztlicher Direktor des Krankenhauses und der Auffassung, dass mit fortschreitender Zeit auch die Menschen psychischen Erkrankungen gegenüber offener geworden seien: „Wir arbeiten hier auf hohen wissenschaftlichen Standards und merken, dass die Gesellschaft toleranter geworden ist. Mittlerweile geht man schneller in Behandlung und kann darüber auch offen sprechen. Zudem ist es uns möglich, an jedem Wohnort in der Region auch die passenden Therapiemöglichkeiten zu haben.“

Das „Radio am Alex“ sowie das Atelier „Kunstvoll“ sind zwei etablierte Projekte, die aus den Therapieangeboten hervorgegangen und aus Aachen nicht mehr wegzudenken sind. Das große Sommerfest am 17. Juli beginnt um 14 Uhr mit einer Messe, bevor ab 16.30 Uhr große und kleine Besucher im Mariengarten bei Kinderschminken, Kaffee und Kuchen das Alexianer erkunden können. Ein Grillbuffet lädt in den Abendstunden zum Schlemmen ein, bevor final Kino unter freiem Himmel erlebt werden kann.

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