Inspiriert von biblischen Ideen

Von: Kristina Toussaint
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Liefern in ihrer Ausstellung Interpretationen von „Jesus und die Frau aus Samarien“: die Künstlerinnen der Freien evangelischen Gemeinde. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Begegnung mit dem Fremden, die Befreiung von der Schuld und der Glaube als Wasser des Lebens – mit den zahlreichen Aspekten der Geschichte von „Jesus und der Frau aus Samaria“ haben sich 18 Künstlerinnen und Künstler der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) auseinandergesetzt.

Marlies Louis, die das Kunstforum der Gemeinde seit 25 Jahren leitet, freut sich über die inzwischen vierte Aufnahme der im Rahmen des Projekts entstandenen Arbeiten in die Kunstroute. Zu Beginn des Jahres habe es eine Abstimmung über das Thema gegeben. In Workshops wurde die ausgewählte Bibelstelle aus dem Johannes-Evangelium unter anderem durch kreatives Schreiben erforscht.

„Die Frau aus Samaria“ trifft Jesus, als er allein an einem Brunnen sitzt, und er bittet sie, ihm Wasser emporzuholen. Der Samariterin wundert sich: als Frau von einem fremden Mann angesprochen zu werden, noch dazu als Samariterin von einem Juden war ungewöhnlich. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Gespräch über den Glauben und dessen Quell. Dann konfrontiert Jesus die Frau mit ihren Sünden und gibt sich dadurch als Messias zu erkennen.

Die Künstlerinnen und Künstler der FeG haben die Szene in vielfältiger Form gestalterisch umgesetzt. Farbenfrohe und ausdrucksstarke Porträts der Samariterin zeigen die Frau, meist nach der Begegnung mit Jesus. Mal scheint sie erleuchtet, ganz in sich ruhend, voller Kraft und Leichtigkeit, mal im Bewusstsein ihrer Schuld in sich gekehrt, mal nachsinnend über das Geschenk des Wassers des Glaubens. Ein Gemälde verlegt die Begegnung an den Burtscheider Brunnen und die Protagonisten in die Gegenwart: Jesus als alternativen Hippie-Typen und die Samariterin als tätowierte Draufgängerin mit hohem Männerverschleiß.

Neben den Einzelarbeiten sind auch zwei große Gemeinschaftswerke entstanden: Für das Seriengemälde „Blick in den Brunnen“ haben alle Beteiligten ihre Version des zentralen Elements der Geschichte auf die Leinwand gebracht. Und die mit „GlaubensanHänger“ betitelte Installation zeigt, nach einer Idee von Johanna Landerer-Gerards, eine Vielzahl von Malerkitteln und Infusionsflaschen, einerseits als Symbol der gegenseitigen Inspiration unter den Künstlern, und andererseits als Darstellung des für die Geschichte bedeutsamen Wassers.

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