Aachen - Inklusives Theaterprojekt: Ein Flug mit Peter Pan ins Nimmerland

Inklusives Theaterprojekt: Ein Flug mit Peter Pan ins Nimmerland

Von: Kathrin Albrecht
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Die Vorfreude ist groß: Laiendarsteller und Organisatoren freuen sich, mit „Peter Pan“ ein neues inklusives Theaterprojekt auf die Bühne bringen zu können. Dafür kooperiert das Das Da-Theater mit dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen (VKM). Foto: Andreas Steindl
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So soll Hooks Piratenschiff aussehen: Frank Rommerskirchen (l.) erkärt Moderator Bernd Büttgens und den Matinee-Besuchern das raffinierte Bühnenbild.

Aachen. „Ein großes Spektakel“ verspricht Tom Hirtz, Leiter des Das Da-Theaters , soll es werden – drei Jahre nach dem ersten gemeinsamen Projekt „Momo“ kooperieren das Das Da-Theater und der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen (VKM) wieder für ein inklusives Theaterprojekt. Wieder haben beide Partner eine zauberhafte Geschichte ausgewählt: „Peter Pan“; die Geschichte über den Jungen, der nicht erwachsen werden will.

Auf der Suche nach seinem Schatten trifft Peter Pan auf die Kinder Wendy, Johannes und Michael. Er lädt sie ein, ihn ins Nimmerland zu begleiten. Eine abenteuerliche Reise in eine zauberhafte Welt beginnt. In einer Matinee, moderiert von Bernd Büttgens, stellten die beiden Partner das Konzept des neuen Theaterstückes vor. Komponist Chris Eisenburger spielte einige Kostproben aus der Begleitmusik, Frank Rommerskirchen stellte die Entwürfe für Kostüme und das Bühnenbild vor. Höhepunkt des Stückes wird der Nachbau eines Piratenschiffs sein, auf dem sich Peter Pan und Kapitän Hook einen Zweikampf liefern.

Aufwändig gestaltet werden auch die rund 50 Kostüme sein, zum Teil handbestickt mit Federn und Perlen. Ähnlich wie bei „Momo“ steht auch das aktuelle Theaterprojekt unter einem Motto: „Damit Träume fliegen können … gemeinsam abheben.“ Daniela Jahn, Geschäftsführerin des VKM, ist sich sicher, dass auch Peter Pan „super“ wird. Gerne denkt sie an den großen und nachhaltigen Erfolg von „Momo“ zurück: „Viele Menschen, die mitgewirkt haben, gehen seitdem mit mehr Selbstbewusstsein durchs Leben.“ Auch diesmal sollte wieder so vielen wie möglich die Gelegenheit gegeben werden, am Stück mitzuwirken. „30 bis 40 Darsteller werden es am Ende wieder sein, eher 40“, meint Tom Hirtz. Die jüngsten sind dabei 5 bis 6 Jahre alt, nach oben ist die Skala offen.

Auch einige „Wiederholungstäter“ finden sich unter den Darstellern: Jana Wagner, die damals die Momo spielte, ist als Schiffsmädchen Smy mit dabei, Britta Beckers verkörpert nach der Schildkröte „KassioPeia“ nun Mrs. Darling, die Mutter von Wendy, Johannes und Michael.

Die Laiendarsteller werden wie bei „Momo“ auch wieder von Ensemblemitgliedern des Das Da-Theaters unterstützt. Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit haben, Theater zu spielen, eine Bühne zu bieten, das ist die Idee hinter dem Projekt.

Aufführungen im Sommer 2015

Dass Inklusion nicht nur auf der Theaterbühne stattfindet, sondern ganz konkret in der Gesellschaft ankommen muss, daran erinnerten die stellvertretende Städteregionsrätin Christane Karl und Paul Trenner vom Verein „Selbstvertreter“, der Menschen mit Behinderung darin unterstützt, ihre Interessen wahrzunehmen. „Ich finde es toll, wenn Menschen mit Behinderung durch das Theaterstück anderen Teilen der Gesellschaft zeigen, dass sie auch etwas können,“ sagte Trenner und Christiane Karl wies darauf hin, „wie wertvoll inklusive Kulturarbeit ist.“

Die Städteregion Aahen unterstützt das Projekt mit 2000 Euro, weitere Sponsoren werden noch gesucht. Ende des Monats beginnen die Proben, Premiere feiert das Stück an den letzten beiden Wochenenden vor den Sommerferien, am 20. und 21. Juni sowie am 27. Und 28. Juni 2015. Acht Aufführungen sind geplant.

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