Inklusion: Kooperation von Turnerbund und Vinzenzheim trägt Früchte

Von: ps
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Sie freuen sich über den gemeinsamen Inklusionserfolg der Kooperationsprojekte von BTB und Vinzenzheim: Ike Rühl, Stefan Oetzel, Anja Clusmann-Kötting, Ulla Schmidt, Achim Stollenwerk und Monika Zimmermann (von links). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Vertreter des Vinzenz-Heims, des Burtscheider Turnerbunds (BTB) und der Allianz hatten eingeladen, um mit Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt ihre Pläne zu Sport und Inklusion vorzustellen. Der Anfang des gemeinsamen Weges liegt bereits einige Zeit zurück.

An verschiedenen Aktionstagen trat das Vinzenz-Heim an den BTB heran, um gemeinsame Aktivitäten von Kindern mit und ohne Behinderung zu organisieren. Hier traf dieser Wunsch auf offene Ohren. Stefan Oetzel, zweiter Vorsitzender des BTB, war sofort Feuer und Flamme und brachte unterschiedliche Sportangebote auf den Weg.

Hallenzeiten mussten beantragt, Aktive mit und ohne Behinderung gefunden und ehrenamtliche Gruppenleiter aktiviert werden. Die erste Ernte konnte ein paar Monate später mit einem Bewegungsangebot unter dem Namen „Spiel und Spaß mit Ball“ eingefahren werden. Hier ist die Zielgruppe die der drei- bis sechsjährigen Kinder. In Zusammenarbeit mit dem integrativen Familienzentrum Clara Fey kann an jedem Freitagnachmittag von 16 bis 17 Uhr in der Halle der Grundschule Am Römerhof Sport getrieben werden.

Gruppenleiterin Frederike Rühl ist immer wieder überrascht: „Manchmal fällt es sogar mir schwer, zu erkennen, welches Kind nun mit und ohne eine Behinderung durch die Halle rennt.“

All das kostet Geld. Erst recht die Idee, eine „Rolli-Handballgruppe“ für ältere Jugendliche ins Leben zu rufen. Da kam die Allianz-Versicherungsgruppe, vertreten durch Achim Stollenwerk, Geschäftsführender Gesellschafter der Stollenwerk Allianz Generalvertretung aus Alsdorf, gerade recht. „Die Allianz feiert 125-jähriges Bestehen und hat dies zum Anlass genommen, 125 Projekte für Kinder zu unterstützen.

Als Vinzenz-Heim und BTB an uns herangetreten sind, brauchten wir nicht lange zu überlegen“, unterstreicht er den Willen, zu helfen. 5000 Euro bedeuten fürs Projekt die Möglichkeit, fünf Rollstühle anschaffen zu können, mit denen die Sportler auf Torejagd gehen können. Unternehmen und Mitarbeiter sammelten bei vielen Anlässen. „Uns geht es bisher darum, die Grundlage für die Rolli-Gruppe zu schaffen. Jetzt werden wir das Organisatorische – Halle organisieren, Trainer finden, Aktive begeistern – in Angriff nehmen“, ist Oetzel tatendurstig. Nach den Herbstferien möchte er mit der Rollstuhl-Handballgruppe loslegen.

Auch Ulla Schmidt ist eine glühende Verfechterin des Inklusions-Gedankens: „Wir haben uns in der Stadt und der Städteregion verpflichtet, Integration und Inklusion voranzutreiben. Da sehe ich solche Projekte als sehr wichtig an.“ Anja Clusmann-Kötting, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Vinzenz-Heims, rief das gesamte Netzwerk in Erinnerung: „Unser Name ‚Wir alle – Gemeinsam leben in Burtscheid‘ ist nicht nur eine Überschrift. Es bedeutet ein Miteinander für die gemeinsame Idee“.

„Wir suchen immer Kinder und Jugendliche, die mitmachen wollen. Sowohl mit als auch ohne Behinderung. Es ist sicher für viele auch spannend, Kinder mit Behinderung zu begleiten und zu sehen, welche Fortschritte sie im Laufe der Zeit machen“, ergänzt Monika Zimmermann.

Sie ist die Koordinatorin im Netzwerk „Wir alle“ und begleitet das Inklusionsprojekt Burtscheid schon länger. „Die Unterstützung der „Aktion Mensch“ läuft nach drei Jahren im August 2015 aus. Wir sind uns mit allen Burtscheidern darüber einig, dieses Projekt weiterzuführen und im ständigen Austausch“, ist sie für die Zukunft optimistisch.

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