Inklusion fängt im Kleinen an und muss nicht teuer sein

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Aachen. Das Netzwerk „Wir alle – Gemeinsam leben im Westpark“ macht jetzt sogar barrierefreie Werbung: Damit alle kreativen, inklusiven Angebote des Viertels rund um den Westpark noch besser zugänglich sind, hat das Netzwerk mit der Bleiberger Fabrik erstmalig die Veranstaltungen in einem Heft in leichter Sprache zusammengefasst.

Es wird an verschiedenen Stellen im Viertel ausgelegt, wie der Bleiberger Fabrik, im Bistro Kränzchen oder bei „Wir alle“ in der Vaalserstraße.

Bisher waren die Angebote im großen Katalog der Bleiberger Fabrik abgedruckt, aber unter dem vielfältigen Angebot nicht immer leicht zu finden. „Wir verteilen die Arbeit möglichst auf viele Schultern, auch Menschen mit Behinderung teilen das Heft aus“, erklärt Birgit Frank von der Bleiberger Fabrik. Zu den Angeboten gehören beispielsweise die offene Kunstwerkstatt in der Bleiberger Fabrik.

Die Angebote dort sind barrierearm, das bedeutet es gibt so wenige Hindernisse wie möglich. Außerdem werden ein Hip-Hop und ein Qigong-Kurs angeboten. Für das Viertel gilt: „Der Park ist schon ein zentrales Thema“, sagt Rebecca Dufke von „Wir alle“.

Wie in den letzten beiden Jahren wird es auch 2014 wieder ein Sommerfest am 25. Mai im Westpark geben. Bereits ab Januar findet dafür im Altenheim „St. Elisabeth“ ein Strickworkshop statt. Mit den dort entstandenen Stoffteilen wird dann symbolisch die Brücke im Park eingekleidet. „Wir wollen ja auch Brücken zwischen den Menschen schlagen“, erklärt Dufke. Außerdem findet ab März ein Theaterprojekt statt, die Premiere ist dann ebenfalls beim Sommerfest. „Inklusion lässt sich am besten erfahren“, sagt Rebecca Dufke. Dieses Miteinander im Park und in den Kursen bringe die Inklusion langfristig weiter.

An Ideen mangelt es nicht. Angedacht ist ein Kino im Viertel, an dem auch mehr als drei Rollstuhlteilnehmen können. In den großen Kinos fehlen die Kapazitäten für große Gruppen von Rollstuhlfahrern. Auch ein Raum für eine barrierefreie Party wird derzeit noch gesucht. Die Anforderungen sind hoch: barrierefrei muss er sein und Lärm darf auch kein Problem für etwaige Nachbarn sein.

Die Ideen stammen alle von den Menschen im Viertel: „Wir arbeiten so, dass wir die Menschen, die hier leben, fragen was sie möchten“, sagt Dufke. „Inklusion ist ja ein Thema, das so schwer diskutiert wird. Aber Inklusion kann an ganz einfachen Stellen anfangen und muss auch nicht teuer sein.“

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