Initiative „Recht auf Stadt“: Ideen für mehr Wohnraum und Treffs

Von: Marie Eckert
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Aachen. Die Initiative „Recht auf Stadt“ ist noch neu: Im November hat sich der Arbeitskreis zum ersten Mal zu einer Tagung getroffen, im März dann zum zweiten Mal. Entstanden ist sie aus der antirassistischen Offensive und hat vor allem eine Forderung: ausreichend bezahlbaren Wohnraum in Aachen.

Die Idee kam den Verantwortlichen, als sie eine Verschärfung oder eine Verdrängung auf dem Wohnungsmarkt beobachteten. „Zum einen geht die Aufwertung der Stadt auf Kosten der Menschen“, sagte Caro Rosenbaum von der Initiative. „Zum anderen wird dieses Thema genutzt, um Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen, indem komplexe gesellschaftliche Vorgänge viel zu vereinfacht dargestellt werden.“

Bei der Initiative gehe es aber nicht nur darum, zu benennen, was schlecht läuft, sondern auch um Alternativen – zum Beispiel, so Christian Walter von der Initiative, könnten leerstehende Häuser geöffnet werden, um Menschen günstig unterzubringen oder Gebäude von der Stadt gekauft und als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden, statt an Investoren verkauft zu werden.

Aber nicht nur der Wohnraum in Aachen steht auf der Agenda: Auch die Schaffung von Begegnungsstätten, Jugendtreffs etwa, kulturelle Freiräume und mehr grüne Oasen, wie zum Beispiel Gemeinschaftsgärten, sind ein Anliegen des Arbeitskreises. „Das Thema Teilhabe ist uns ebenfalls wichtig – die Menschen sollen selber entscheiden können, wie sich ihr Viertel entwickelt“, betonte Walter.

Um für die Sache einzutreten und andere Ansätze zu präsentieren, hat die Initiative „Recht auf Stadt“ für kommenden Samstag, 6. Mai, eine Demonstration geplant. Los geht’s um 14 Uhr am Hauptbahnhof, dort wird ein Lautsprecherwagen mit Musik und DJs aufgestellt sein.

Der Demo-Umzug geht dann über den Frankenberger Park, den Kaiserplatz, den Elisenbrunnen und über den Theaterplatz schließlich zurück zum Hauptbahnhof. An jeder der Stationen wird es einen kurzen Redebeitrag zu einem der Themen geben; insgesamt erwarten die Veranstalter eine bunt gemischte Gruppe von ungefähr 300 Menschen.

Und wer auch nach der Demo Interesse an der Arbeit der Initiative hat: Am Montag, 15. Mai, findet ab 18 Uhr im Café Mundo (An der Schanz 1) ein offenes Treffen statt, bei dem die nächsten Projekte des Arbeitskreises geplant werden. Caro Rosenbaum sagt: „‚Recht auf Stadt‘ soll eine Mitmachkampagne werden, bei der der Kontakt mit unterschiedlichen Menschen gesucht wird und anschließend Strategien erarbeitet werden.“

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