Aachen - Infotag für Patienten im Luisenhospital

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Infotag für Patienten im Luisenhospital

Von: sar
Letzte Aktualisierung:
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Im Luisenhospital stehen beim Infotag Magen-Darm Probleme im Mittelpunkt.

Aachen. Immer wieder Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verdauungsprobleme, die sich zur Quälerei verdichten? „Magen-Plagen, Darm-Alarm“ lautet das Motto beim großen Patienteninformationstag am Samstag, 30. Januar, im Luisenhospital Aachen, Boxgraben 99.

Um 10 Uhr beginnt ein informatives Mitmachprogramm, bei dem die Besucher des Hauses zum Beispiel eine kurze Ultraschalluntersuchung erfahren können. Frank Müller von der AOK-Rheinland in Aachen beweist, wie rasch man sich mit der richtigen Technik entspannen kann – am besten sofort vor Ort.

Das Physiotherapeuten-Team des Luisenhospitals zeigt zudem, wie grundsätzlich wichtig Bewegung für den Magen-Darm-Trakt und dessen Funktionen ist. Da sind keine Höchstleistungen nötig – aber Beständigkeit. In kleiner Runde können in einem Extraraum die Übungen ausprobiert werden, zu denen die Therapeuten jeden anleiten.

Die Krebsberatungsstelle Aachen und onkologische Fachpfleger stehen zum Gespräch über das zertifizierte Darmkrebszentrum am Luisenhospital bereit. Sie beantworten auch Fragen zur Bedeutung einer Zertifizierung. Was bedeutet es, wenn man sich „Zentrum“ nennen darf?

Wer auf seine Ernährung – eventuell wegen einer Lebensmittelunverträglichkeit – achten muss, braucht Tipps, was auf dem Speiseplan stehen darf. Hier Gibt Christiane Lucka, Ernährungsberaterin des Hauses, fachkundige Auskunft und hat ein paar Rezepte zum Mitnehmen vorbereitet.

Oder das Thema Operationssaal: Im Ernstfall hat der Patient kaum die Gelegenheit, sich dort einmal in Ruhe umzusehen. Beim Patienteninformationstag gibt es von Ärzten betreute Führungen, bei denen man sehen kann, was überhaupt bei einer Laparoskopie oder Endoskopie geschieht. Wer zudem Fragen hat, die er gern einmal einem Arzt stellen möchte, kann das an diesem Vormittag tun. Es gibt Gesprächspartner, die Zeit haben.

Die Expertenrunde im Luisensaal schließt sich um 11.30 Uhr an. Vorträge und Talkrunden bieten die Möglichkeit, dabei mehr über die häufigsten Magen- und Darmerkrankungen zu erfahren, und brennende Fragen zu stellen – etwa zur Vorsorge, die unter anderem im Hinblick auf die Früherkennung von Darmkrebs vielfach Leben rettet.

Dazu gibt Barbara Feykens, Fachserviceleiterin Medizinische Versorgung bei der AOK-Rheinland in Aachen, nützliche Hinweise. Das Leben mit einer Erkrankung im Magen-Darm-Trakt kann kompliziert werden. Hier wird Privatdozentin Daniela Höller-Obrigkeit darüber sprechen, wie sich Nahrungsmittelallergie und -unverträglichkeit unterscheiden und wie man damit umgehen sollte. Sie ist zudem Dermatologin und weiß, wie diese Probleme sogar die Haut betreffen. Gemeinsam mit Ernährungsberaterin Christiane Lucka wird Jörg Bonschke, Küchenchef im Luisenhospital, davon berichten, wie man mit unterschiedlichen Ernährungsformen umgeht und wo in der Zubereitung einer Soße oder bei Wurst und Käse unvermutet Probleme auftauchen können. „Sahne in der Soße bei jemanden, der eine Laktoseintoleranz hat? Das geht gar nicht“, nennt er ein Beispiel. Oder Fleischwurst. „In vielen Fällen ist sie mit Sellerie gewürzt, das merkt man nicht, aber wer auf Sellerie allergisch reagiert, wird es spüren. Da reicht bereits eine geringe Menge, um Beschwerden zu verursachen.“

Professor Hermann Wasmuth, Chefarzt der Medizinischen Klinik, wird über Beschwerden und Therapieansätze sprechen. Was bedeutet es, wenn man unter einem Reizdarm leidet? Wie wird man mit einer chronischen Erkrankung wie Morbus Crohn fertig? „Das Spektrum der Erkrankungen ist leider sehr groß. Die Diagnostik ist vielschichtig“, betont Wasmuth. „Dabei sollte jedem bewusst werden, welche Funktion der Magen-Darm-Trakt hat, was dort passiert und wie wichtig Dünn- und Dickdarm für den Körper sind.“

Falls eine operative Therapie notwendig wird, kennt Professor Reinhard Kasperk, Chefarzt der Chirurgischen Klinik im Luisenhospital, unterschiedliche Lösungen. „Es ist wichtig, dass der Chirurg schon sehr früh einbezogen wird“, sagt Kasperk. „Wir diskutieren häufig mit den internistischen Kollegen, wann ein Eingriff Sinn macht, nicht zuletzt, um Schlimmeres zu verhindern.“

Der Eintritt zum Patienteninformationstag ist frei, gleichfalls die Teilnahme am Mitmachprogramm oder an der Vortragsveranstaltung, die bis 13.30 Uhr dauert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.luisenhospital.de. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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