Inde-Musikorchester: Streifzug durch fast alle Genres

Von: Svenja Pesch
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Mitreißendes Konzert im Inda-Gymnasium: Die Mitglieder des Inde-Musikorchesters zeigten ihr Können unter alter und neuer Führung. Foto: Kurt Bauer

Kornelimünster. Es gibt Momente im Leben, da treffen Gefühle aufeinander, die sich normalerweise eher ausschließen. So weiß Vladimir Bayer, Dirigent des Inde-Orchesters, gar nicht, was er in dem Moment, in dem er das letzte Mal den Dirigentenstock bewegt, fühlen soll.

Es ist wohl eine Mischung aus Freude und Trauer, die ihn auf dem Weg zur Bühne begleitet. Freude und Aufregung über das, was kommt, und gleichzeitig ein wenig Wehmut angesichts der Tatsache, dass er das Orchester 2001 gegründet hat und nun das Abschlusslied „The Mission“ von Ennio Morricone nicht selbst dirigiert, sondern zum Instrument greift und mitspielt.

Das Konzert des Inde-Musikorchesters, welches vom Verein „M.u.s.i.k“ getragen wird, feiert sein zehnjähriges Jubiläum und nimmt die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch fast alle Genres. Angefangen vom „Tanz der Vampire“ über „Music“ von John Miles bis hin zu „Song and Samba“ von Luiz Bonfa oder „Caravans Theme“ von Mike Batt ist alles vertreten. Gut 300 Mitglieder zählt der Verein „M.u.s.i.k.“, der 20 Instrumentallehrer beschäftigt und das Inda-Gymnasium bei der Organisation von Konzerten unterstützt. Wobei Konzerte wie dieses in der komplett vollen Aula des Inda-Gymnasiums schon etwas Besonderes sind.

Vladimir Bayers Herz schlägt an diesem Tag sogar etwas schneller als sonst, wie er erzählt: „Natürlich habe ich Tränen in den Augen. Aber ich habe mir gesagt, dass ich mit dem Höhepunkt aufhören möchte, und heute ist es einfach so weit.“ Sein Nachfolger Harry Brandts übernimmt ab sofort das Inde-Musikorchester und zeigt bei dem Lied „The Mission“, dass er mindestens genauso viel Taktgefühl besitzt wie sein Vorgänger. Überhaupt scheint das Taktgefühl den Musizierenden im Blut zu liegen. Egal ob Klassik, Blues, Jazz, Swing oder schnelle orientalische Stücke – jeder Ton sitzt, und das Publikum zeigt seine Begeisterung in Form von langem Applaus, der nicht zwangsläufig nach dem Stück einsetzt, sondern auch nach besonders tollen Solopassagen oder weil es einfach richtig mitreißend ist.

Dass die 300 aufgestellten Stühle fast schon zu wenige sind, damit hatte Bayer vorab gerechnet. Es ist eben ein ganz wunderbarer Tag, an dem gleich drei Mal gefeiert wird und an dem die Emotionen sich ähnlich wie der Dirigentenstock stetig auf und ab bewegen.

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