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Inda-Schüler unterstützen Klinik

Von: Regine Beyß
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Das Inda-Gymnasium sammelt für Bad Kudowa: Darüber freuen sich (v.l.): Martina Schneider+Arthur Bierganz (beide Inda) Gottfried von Kirchbach (Aachener Förderverein) Doris Nellissen-Wefers und Uta Steinel-Schrenk (beide Inda). Foto: Kurt Bauer

Aachen. Gottfried von Kirchbach nennt es eine Wundergeschichte. „Es ist ein Phänomen und wirklich nicht selbstverständlich”, fasst er die vergangenen 21 Jahre zusammen. Zwei Jahrzehnte, in denen er sich auf seinen wichtigsten Partner immer verlassen konnte: das Inda-Gymnasium in Aachen.

Von Kirchbach ist Vorsitzender des Aachener Fördervereins für die Nachsorgeklinik krebskranker Kinder in Bad Kudowa. 1988 besuchte er den polnisch-tschechischen Grenzort zum ersten Mal, familiäre Beziehungen führten ihn in diese Gegend. „Wir sahen die Bauruine, die einmal zur Klinik werden sollte”, blickt von Kirchbach zurück. „Ein berührendes Erlebnis, weil mein Sohn zuvor an Krebs gestorben war.”

Seine Tochter Julia beschäftigte die Reise und erzählte davon in ihrer Schule. Sie traf auf offene Ohren: Ihr damaliger Klassen- und Religionslehrer Franz-Josef Frohn nahm ihre Erfahrungen auf und wollte mehr daraus machen. Mit regelmäßigen Aktionen wurde das Inda-Gymnasium zum wichtigsten Spender des Fördervereins und sorgte dafür, dass die Nachsorgeklinik fertiggestellt wurde. „Aus der ersten Zusammenarbeit wurde eine Tradition”, erklärt Doris Nellessen-Wefers, Fachvorsitzende der katholischen Religion. „Nun sammeln wir in jedem Schuljahr aufs Neue.”

In der Adventszeit verkaufen die Schüler selbstgebackenen Kuchen. Beim Elternsprechtag im Herbst findet eine Bücherverlosung statt - mit gebastelten Losen. In diesem Jahr sind dabei wieder 1882 Euro zusammengekommen, die Gottfried von Kirchbach mit Freude nach Polen übermittelt. „Allein seit 1995 spendete die Schule umgerechnet rund 120.000 Euro”, so von Kirchbach. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung.”

„Das soziale Engagement reiht sich ein in unsere Werteerziehung”, erklärt die stellvertretende Schulleiterin Martina Schneider. „Besonders im Religionsunterricht bereiten dieses Thema auf.” Trotz der Entfernung sei das Projekt greifbar für die Schüler - nicht zuletzt dank der persönlichen Beziehungen des Fördervereins. „Die Kinder sollen natürlich wissen, warum sie Kuchen backen und Lose basteln”, so Schneider. So besuchten nach einem erfolgreichen „Sponsored Run” im Jahr 2005 Mitarbeiter und Patienten aus Kudowa die Aachener Schule.

50 krebskranke Kinder sind jeweils für vier Wochen in der Klinik untergebracht, um sich in ihren Behandlungspausen zu erholen. Das Geld des Inda-Gymnasiums fließt ausschließlich in Umbauten, Neubauten und die Instandhaltung. „Und das wohl auch noch die nächsten 20 Jahre”, hofft Martina Schneider.
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