Aachen - In welches Licht rückt die Ursulinerstraße?

In welches Licht rückt die Ursulinerstraße?

Von: aht
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Aachen. Gute Nachrichten von der Ursulinerstraße: Der neue Belag müsse nach einem eventuellen Abriss des Parkhauses Büchel und dem damit verbundenen Schwerlastverkehr nicht erneuert werden. Das zumindest verspricht Regina Poth, Leiterin der Abteilung Straßenbau der Stadt Aachen.

Genau das hatte Michael Servos (SPD) im Mobilitätsausschuss befürchtet. Doch die Stadtverwaltung gibt Entwarnung: „Die Bebauung ist so, dass eine spätere Befahrung möglich ist, vorausgesetzt, dem Straßenbelag wird eine Abbindefrist, also einige Zeit Ruhe gewährt”, sagt Poth.

Dieser erfreulichen Nachricht folgen gleich zwei schlechte: „Bei der Straßenbeleuchtung haben wir höhere Folgekosten als bisher im Haushalt verankert”, berichtet Planungsdezernentin Gisela Nacken. Die Zusatzkosten und die Betriebskosten seien enorm gestiegen. Im Klartext heißt das, dass womöglich an einigen Stellen die Beleuchtung gestrichen werden müsse.

Für Gaby Breuer (CDU) ist das keine Option: „Die Beleuchtung ist auch eine Frage der Sicherheit.” Der zweite Dämpfer kommt vom Land NRW: Für 2012 sinkt der Grundfördersatz für Straßenbaumaßnahmen von 70 auf 60 Prozent. Was das in konkreten Zahlen heißt, soll bei der nächsten Sitzung bekanntgegeben werden.

Für erhitzte Gemüter sorgte aber noch ein ganz anderes Thema. Die öffentliche Stellungnahme des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu den Änderungen des geplanten Umbaus am Alleenring - mit Radfahrstreifen - in der Presse (wir berichteten) stieß auf Unverständnis bei Stadt und Politik gleichermaßen.

„Es wundert mich, dass der ADFC nach einer zweijährigen intensiven Zusammenarbeit es nicht schafft, den Hörer in die Hand zu nehmen und selbst bei uns nachzufragen”, ärgert sich Nacken. Trotz des Missmuts haben sich alle Parteien noch einmal zusammengesetzt. „Mit dieser Maßnahme ist uns ein Quantensprung in Sachen Radfahren gelungen”, sagt Nacken.

Nicht ganz wie gewünscht sind auch die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn bezüglich des Projekts „e-Call-a-Bike” verlaufen; Statt wie bisher 30.000 Euro, hat die Bahn zugesagt, sich mit einem jährlichen Zuschuss von 15.000 Euro bei einer Laufzeit von drei Jahren an dem Fahrradleihprojekt zu begnügen. „Ein Ende des Projekts wäre schlecht fürs Image der Stadt”, sagt Nacken.
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