Aachen - In vielen Amtsstuben stehen die Urnen schon bereit

In vielen Amtsstuben stehen die Urnen schon bereit

Von: mh
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Im Zeitplan: Renée Stühlen und Dario Bevilacqua vom Wahlamt sorgen für eine zügige Bearbeitung der Briefwahl-Anträge. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Gut drei Wochen vor dem „Tag X“ sind bekanntlich noch viele Bürger unentschieden, wo sie am 24. September ihr Kreuzchen machen sollen – zumindest, was die richtige Stelle auf dem berühmten Zettel mit den Namen der (acht) hiesigen Direktkandidaten beziehungsweise der (23) Parteien betrifft, die im Dreiländereck antreten.

Die korrekten Örtlichkeiten der jeweiligen, im Ganzen 161 Urnen-Standorte dürfte inzwischen allerdings jeder Aachener seiner Wahlbenachrichtigung entnommen haben. Und nicht wenige haben ihr Votum bereits in einem der 31 Briefwahllokale abgegeben; wie viele – das können und dürfen auch die Verantwortlichen in den örtlichen Amtsstuben, allen voran Oberbürgermeister Marcel Philipp, nicht wissen.

Aber: „23.500 Anträge auf Briefwahl haben wir bereits abschließend bearbeitet – davon übrigens rund 2000 von Aachenern, die sich im Ausland befinden“, berichtete der OB am Mittwoch im Rahmen einer kleinen Zwischenbilanz rund um den Stand der Vorbereitungen im Endspurt Richtung Bundestagswahl. Mindestens noch einmal so viele werden im Laufe der kommenden Tage und Wochen zudem erwartet. Größere Probleme beim formalen Prozedere habe es bislang nicht gegeben, versicherte Renée Stühlen, kommissarische Leiterin des Fachbereichs Wahlen bei der Stadtverwaltung.

Damit das so bleibt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Briefwahl zu beantragen: Das geht postalisch, indem man einfach das Formular auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung nutzt. Das geht aber auch mit einem formlosen Brief, per E-Mail oder per Fax (wobei stets der vollständige Name, Adresse und Geburtsdatum angegeben werden müssen). Das geht ferner durch persönliche Vorsprache (und mit Vorlage eines Ausweises) beim Wahlamt am Blücherplatz oder auch in den Bezirksämtern. Dort kann man die Briefwahl natürlich auch sofort erledigen. Lediglich per Telefon sind Anträge auf Briefwahl nicht möglich, betonte Stühlen. Die zuständige Stelle beim Fachbereich am Blücherplatz 43 ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 15 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Die Dienstzeiten in den Bezirksämtern sind unterschiedlich, exakte Infos gibt es im Internet (www.aachen.de) oder bei „Call Aachen“, Telefon 4320. Wer seine Unterlagen (oder gar seine Wahlbenachrichtigung) trotz rechtzeitigen Antrags bislang nicht erhalten hat, sollte sich allerdings schnellstmöglich mit dem Wahlamt in Verbindung setzen, rät Renée Stühlen (Telefon 4321609 oder wahlen@mail.aachen.de).

Prinzipiell kann man sein Votum auch „vor Ort“, also in den einschlägigen Anlaufstellen, bis Freitag, 22. September, 18 Uhr, abgeben. Jede(r) Zugezogene, der in Aachen gemeldet ist, aber keine Benachrichtigung erhalten hat, muss sich allerdings bereits bis zum 3. September ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Das gilt auch für „Auslands-Aachener“. Deren Anträge müssen zudem im Original und mit jeweils unterschriebener Erst- und Zweitausfertigung eingereicht werden – das Datum des Poststempels ist dabei nicht ausschlaggebend.

Über mangelnde Beschäftigung können also auch die 15 städtischen Mitarbeiter in den Briefwahlstellen keineswegs klagen. Allerdings haben sich bereits rund 1300 freiwillige Helfer bei der Stadt gemeldet, damit Urnengang und Auszählung bestmöglich organisiert werden können. Der OB merkte das nicht ohne Stolz an: „Wir hoffen allerdings, dass es am Ende rund 1500 Menschen sein werden.“

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