„In Via” kauft Jugendtreff an der Bastei

Von: Sarah Thelen
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Aachen. Ab Montag geht die Jugendarbeit im Haus des Vereins für Jugend- und Studentenförderung Salvatorberg neue Wege. Der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit „In Via” hat das Haus an der Krefelder Straße gekauft und wird hier künftig Jugendsozialarbeit und -berufshilfe anbieten, ebenso Projekte aus dem Bereich Familienbildung.

Bisheriger Eigentümer war der Verein für Jugend- und Studentenförderung Salvatorberg, der hier unter anderem ein Jugendheim und einen Kinderhort unterhalten hatte.

Geschäftsführer Heinz Zohren begründet den Verkauf der Einrichtung: „Vor etwa sechs Jahren hat die Landesregierung beschlossen, in den Bau und Erhalt der Offenen Ganztagsschulen zu investieren und gleichzeitig die Anzahl der Horte deutlich zu reduzieren. Das bedeutete auch für uns maßgebliche Veränderungen. Als dann auch noch das Bistum in eine finanzielle Schieflage geriet und uns die Betriebskostenzuschüsse entzog, konnten wir das Angebot nicht mehr aufrecht erhalten.”

Jetzt steht der 1957 gegründete Verein kurz vor seiner Auflösung. „Die Schlüssel haben wir eben an „In Via” übergeben. Es ist schade, nach so langer Zeit hier aufzuhören. Aber wir sind uns sicher, in „In Via” einen Nachfolger gefunden zu haben, der das Haus in unserem Sinne und dem der Jugendarbeit weiterführt”, so Zohren.

100.000 Euro aus dem Verkaufspreis gehen an die Kinder- und Jugendstiftung des Bistums Aachen „Jetzt! für morgen”. Die wird den Gesamtbetrag in einem Fonds anlegen und die Kapitalerträge der Stadtgruppe Salvatorberg der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ) zukommen lassen.

Seit ihrer Gründung ist die KSJ fest im Haus verankert und darf auch unter der Leitung von „In Via” weiterhin ihre bisherigen Räume nutzen.

„Alle, die am Verkauf des Hauses beteiligt waren, sind schließlich Gewinner”, freut sich Heinz Zohren über den „guten Ausgang der traurigen Geschichte”.

Positiv für Zohren ist außerdem, dass niemand der 25 Studenten, die die oberen Etagen des Gebäudes, in denen sich das Johannes-Zender-Wohnheim befindet, bewohnten, zum Auszug gezwungen wurde. „Wir haben früh genug über unsere Lage informiert, so dass sich die Mehrheit der Studenten bereits eine neue Unterkunft hat suchen können. Wer allerdings bleiben möchte, ist weiterhin herzlich willkommen.”

„In Via”-Geschäftsführerin Gabriele Jülich wünscht sich Synergieeffekte vom neuen Zuhause ihres Verbands: „Unsere Räume in der Richardstraße sind völlig marode. Wenn wir das Haus am Salvatorberg renoviert und teilumgebaut haben, ziehen wir mitsamt der Verwaltung hierher um.”

Es gibt also nur Gewinner in der ganzen Sache. Und was ist mit der Jugend? „Die Jugendarbeit war bereits seit zwei Jahren eigentlich gar nicht mehr existent, weil wir weder Personal noch Angebote finanzieren konnten. Daher ist es gut, dass durch „In Via” die Sache jetzt in ordentliche Hände kommt.”
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