„In Front”-Festival: Ein eigener Reim auf neue Musik

Von: Peter Motz
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Laden ein zu einem besonderen Musikprogramm: von links: Prof. Dr. Winfried Pape, Johanna Daske, Heribert Leuchter und Prof. Dr. Hans-Walter Staudte von der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wer gern in weiche Kekse beißt und wissen will, was Guzheng heißt, wird beim „In Front”-Festival bestens bedient. Keine Bange, die Festivalmacher präsentieren auch bei der achten Auflage keine Reimkunst. Die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM) tut in der Klangbrücke aber musikalisch das, was Reime in der Sprache tun: Sperriges prägnant und zugänglich machen.

Das Publikum soll teilhaben

„Das Kulturgeschehen liberalisieren”, nennt das Heribert Leuchter. „Das Publikum soll teilhaben” beim Festival von Anfang Oktober bis zum Mitte Dezember, sagt der 2. Vorsitzende der GZM und betont die „pädagogische Ausrichtung”. Eingeladen zum Lernen und Mitmachen sind Amateurmusiker ab 15 Jahren zu einem dreitägigen Workshop mit Profis. Dieser wird am 18. Oktober um 20 Uhr mit einem Konzert abgeschlossen.

Von der Kompositionswerkstatt auf die Bühne geht es auch für die Teilnehmer des Kinderwettbewerbs „Keine Lust auf Mozart”. Am 4. Oktober präsentieren die Schüler ihre selbst geschriebene Musik, am 13. Dezember wird dazu ein selbst gedrehter Film gezeigt (jeweils 12 Uhr). Wiederum ran ans eigene Instrument heißt es am 6. Oktober und 1. Dezember, je 21 Uhr, bei Jamsessions mit dem Gregor Josephs Trio.

Wer lieber zusehen will, dem seien die Konzerte ans Herz gelegt: Literarisch-musikalisch geht es am 2. Oktober los mit Musik und Texten von Erik Satie und Karl Valentin. Hohe weibliche Sangeskunst bieten am 29. Oktober das Ensemble Accesa und am 30. Oktober Simin Tander (alle 20 Uhr). Am 1. November, 19 Uhr, bringt das Neue Musik Ensemble Aachen von Walgesängen Inspiriertes auf die Bühne.

Klangkunst bieten die Canaries on the Pole am 19. November. Feinen Jazz servieren am 2. Dezember das Pascal Schumacher Quartett und am 4. Dezember Bonefunk (alle 20 Uhr). Am 3. Dezember lüftet das Koan Trio das eingangs erwähnte Geheimnis um Guzheng: Dies ist eine chinesische Zitter. Und was hat es mit den weichen Keksen auf sich? Die serviert Professor Hans-Walter Staudte gerne zum Tee, wenn er zum gemütlichen „Hören und Sprechen über neue Musik” einlädt.

Ganz ohne Kekse...

Der GZM-Vorsitzende möchte die vorgestellte Musik nämlich nicht mit allzu lautem Keksknacken begleiten. Das wäre bei den zur Diskussion stehenden Komponisten auch schade: Am 12. Oktober geht es um Mauricio Kagel, am 9. November um Enno Poppe und am 14. Dezember um Matthias Pintscher. Reichlich Gelegenheit also, sich beim „In Front”-Festival seinen eigenen Reim auf anspruchsvolle neue Musik zu machen.

Anmeldungen zum Workshop und weitere Programm-Infos unter Telefon 501368 und im Internet. Der Eintritt zu den Reihen „Keine Lust auf Mozart” und „Hören und Sprechen” sowie zur Jamsession und zum Workshop-Konzert ist frei.
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