In der Musikhochschule erklingt erstmals ein kräftiges „Oche Alaaf!“

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Hausherr Professor Herbert Görtz begrüßt den Aachener Stadtprinzen Thomas III. beim närrisch-klassischen Konzert in der Musikhochschule.
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Dirk Barde am Kontrabass wird am Flügel begleitet von Musikhochschulleiter Professor Herbert Görtz. Foto: Karnevalinaachen.de

Aachen. Ein Wochenende – zwei Premieren: Neben der 1. Oecher Fastelovvendsparade, bei der am Samstag rund 200 Musiker und 500 Uniformierte musizierend durch die Aachener City zogen (wir berichteten), gelang dem Festausschuss Aachener Karneval (AAK) ein jecker Doppelschlag.

Denn in Anlehnung an das Sessionsmotto „Future Lab – en Oche närrisch jeck“ ging es auch an der Musikhochschule Aachen am Freitagabend erstmals närrisch-klassisch zu.

„Ope-Rette sich wer kann!“ lautete das Motto am Aachener Standort der Hochschule für Musik und Tanz am Theaterplatz. Doch retten wollte sich eigentlich keiner der Besucher. Im Gegenteil: Sie konnten eher nicht genug bekommen von den singenden und musizierenden Protagonisten, angefangen beim Aachener Operetten- und Musicalstar Nicole Malangré über die Sopranistin Maria Eunju Park, Ye Bin Lim und Iseon Kim (Violine) bis hin zu Dirk Barde (Kontrabass) und Elif Buggu Ünlüsoy (Violoncello).

Aufgeräumt und dem Anlass entsprechend präsentierte sich Gastgeber und Hausherr Professor Herbert Görtz in allerbester Stimmung. „Musik ist das Wichtigste im Leben“, rief der Hochschuldirektor in den Saal, bevor es dann erst einmal mit einem dreifachen „Oche Alaaf“ losging. Mit virtuoser Leichtigkeit bespielte Görtz im Anschluss den Flügel, daneben führte er eloquent und voller Esprit durch das Programm.

Alaaf, Beifall, Orden und dazu Küsschen – allzu oft dürfte das im Alltag der Musikhochschule nicht vorkommen. Doch wenn Strauß, Menotti, Lehár, Paganini und Bernstein auf den Oecher Fastelovvend treffen, dann herrscht eben ein bisschen Ausnahmezustand. Für den Schuss traditionellen Öcher Karneval sorgte das Richterichter Trio Tästbild und natürlich Stadtprinz Prinz Thomas III. samt Hofstaat.

AAK-Präsident Frank Prömpeler zeigte sich rundum begeistert von der Premierenveranstaltung: „Karneval ist eben reine Lebensfreude. Den gab es doch in jeder Epoche, auch schon zu Zeiten der Fledermaus von Johann Strauß“, sagte er.

Ob da aber schon Orden und Bützchen zwischen den Musikblöcken verteilt wurden, ist nicht überliefert. Überliefert ist vom Wochenende, dass der Direktor der Aachener Musikhochschule Öcher Karnevalslieder („Vür sönd va Oche“) anstimmte und das Premieren-Publikum die närrische Vorlage annahm und unisono „Vür sond allemole Oecher Jonge“ in den Konzertsaal schmetterte. Und, dass dieser rundum gelungene Konzertabend so gut ankam, dass der AAK gemeinsam mit der Musikhochschule über eine Wiederholung im kommenden Jahr nachdenkt.

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