Aachen - In der Alemannia-Klasse geht es ab sofort sportlich zu

In der Alemannia-Klasse geht es ab sofort sportlich zu

Von: Andre Schaefer
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Sie setzen auf Sport und Lernen: die Verantwortlichen der Alemannia mit Eric van der Luer (3. von rechts) und Schulleiter Dr. Heinrich Parting (2. von rechts). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mehr Sportuntericht in der Schule, Unterrichtsstunden, die Fußball oder Leichtathletik heißen, und nach der Schule durch einen eigenen Fahrdienst sogar zum Training gebracht werden - welches sportbegeisterte Kind träumt nicht davon?

Für 27 künftige Fünftklässler der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Laurensberg gehört solch´ ein Programm ab Sommer zur Tagesordnung. Denn im Rahmen der Kooperation zwischen der Gesamtschule und dem Nachwuchsleistungszentrum von Alemannia Aachen geht ab dem Schuljahr 2010/2011 eine reine Sportklasse an den Start, die es in der Form im Aachener Raum noch nicht gegeben hat.

Stärkere Förderung

Das Konzept ist leicht erklärt: 27 sportlich talentierte Schülerinnen und Schüler der verschiedensten Sportarten bilden eine Klasse, in der neben den gewöhnlichen Unterrichtsfächern wie Mathe oder Deutsch mehr Sport als in anderen Parallelklassen auf dem Stundenplan steht.

„Es ist eine ganz normale Schulklasse, mit den gleichen Lerninhalten jeder anderen Parallelklasse. Einziger Unterschied ist, dass dort alles sportbegabte Kinder sitzen, die neben ihrer schulischen Entwicklung stärker im Sportbereich gefördert werden sollen”, erklärt Schulleiter Dr. Heinrich Parting.

Während Lehrerin Saskia Pontzen hauptsächlich für den Unterricht im Klassenzimmer zuständig ist, gestaltet Diplomsportlehrer Andre Kropp die Sportstunden: „Wir haben nicht nur Fußballer in unserer Klasse. Auch Handballer, Leichtathleten oder Schwimmer sitzen dort zusammen. Natürlich sollen die Schüler gefördert werden, doch es geht auch um Zusammenhalt. Die Kinder sollen durch die verschiedenen Sportarten voneinander lernen”, meint Kropp, der als ehemaliger Jugendtorwarttrainer des 1. FC Köln schon seine Erfahrungen in der Talentförderung gemacht hat.

Durch mehrere Sichtungsmaßnahmen in den einzelnen Sportarten wurden von über 60 Bewerbern schließlich die Besten ausgewählt. Unter ihnen auch zahlreiche talentierte Kicker, die sich nicht nur auf einen Platz in der Sportklasse freuen dürfen, sondern zudem künftig auch in den Jugendteams der Alemannia spielen.

„Die Balance ist wichtig”

„Aus Sicht der Alemannia wollen wir mit der Kooperation vor allem zwei Ziele erreichen. Zum einen soll so die Entwicklung als Mensch erfolgen. Zum anderen natürlich auch die starke Förderung im fußballerischen Bereich. Die Balance zwischen Sport und Bildung ist sehr wichtig”, betont Eric van der Luer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Alemannia.

Wie wichtig ein vernünftiger Schulabschluss neben dem Leistungssport ist, betonte auch Alemannia-Profi Marco Höger, der zusammen mit U23-Torwart Tim Krumpen die künftige Sportklasse begrüßte: „Man muss darauf achten, nicht nur Augen für den Sport zu haben. Ich persönlich habe die Schule neben dem Fußball nie vernachlässigt und rate jedem jungen Sportler auch davon ab, die schulische Ausbildung links liegen zu lassen”, so Höger, der als gutes Beispiel voran geht - schaffte er erst kürzlich als ehemaliger Gymnasialschüler den Sprung in den Profikader.
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