In der 20. Bluesnacht werden Träume wahr

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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Längst eine Institution: Zum 20. Mal lädt die „Somebody Wrong Bluesband” am 29. Dezember zur „Bluesnacht” in den Jakobshof. Zur Feier des runden Geburtstags haben sich hochkarätige Kollegen Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Vielleicht liegt das größte Mysterium in der fast drei Jahrzehnte währenden Erfolgsgeschichte dieser Formation mittlerweile in ihrem Namen. Wer zum Teufel soll da falsch liegen?

Dass die „Somebody Wrong Blues Band” in Kürze einen runden Live-Geburtstag feiern darf, wie er so manchem ihrer großen Vorbilder nicht vergönnt gewesen ist, dürfte nicht nur eingefleischte Fans der Band kaum überraschen. Immerhin platzt der Jakobshof am letzten Wochenende des ersten Monats im Jahr regelmäßig aus den (bevorzugt in klassische Jeans gestanzten) Nähten. Wenn mal wieder „Bluesnacht” angesagt ist.

Immer für Überraschungen gut

Genauer: Bereits zum 20. Mal pusten Christine Isensee (Gesang), Alex Wilde (Gitarre, Gesang), Albrecht Peltzer (Gitarre), Jochen Stark (Bass, Gesang), Martin Peltzer (Keyboards) und Chris Andrä (Schlagzeug) am Samstag, 29. Januar, die unverbrüchliche Botschaft durch die Verstärker. Motto: In gewissen Schattierungen mag unsere Musik sich wandeln, wie wir alle - aber altern kann sie nicht!

Im Gegenteil. Schließlich ist die Band nicht nur bei ihren Auftritten im Schwof- und Tanztempel an der Stromgasse stets auch Garant für Überraschungen gewesen, sondern auch bei so manch anderem prominenten Gig, etwa als Vorgruppe von „Manfred Mann´s Earth Band” auf dem Katschhof, Ex-„Colosseum”-Star Chris Farlowe oder dem amerikanischen Bluesbarden Mitch Ryder. Stilikonen wie Eric Clapton, John Mayall, Little Feat oder Grateful Dead (um nur diese zu nennen) dürfen sich bei den Rock-Veteranen ohnehin bestens aufgehoben fühlen.

Diesmal wird die vielleicht vielseitigste Cover-Kombo in Sachen erdiger Blues aber nicht nur zwei sehr gute Bekannte, sondern auch drei (höchst gestandene) „Neulinge” auf die Bühne holen.

Rockiges Rendezvous

Im ersten Konzertteil wird die Band von Gitarrist Henning Lichtenstein verstärkt. Der hat als Frontmann von „The Big Booze” schon seit der ersten Bluesnacht anno 1991 regelmäßig mit „Somebody Wrong” an der Stromgasse gerockt. Dargeboten wird dies mal ein sehr am klassischen Blues orientiertes Akustik-Programm.

Im zweiten Teil gratuliert ein hochkarätiges Bläser-Trio mit zum runden Gig-Geburtstag: Die Profimusiker Heribert Leuchter, Boris Bansbach (beide Saxofon) und Markus Plum (Posaune) geben dem bekannten „SWB”-Sound (mehr als) eine ganz neue Note.

Schließlich warten die Gastgeber mit einer besonderen Hommage an den unvergleichlichen Groove einer Bluesrock-Institution auf, die ihren Stil in jüngster Zeit besonders prägt. Stücke der Allman Brothers Band präsentieren Isensee und Co. in klassischer Besetzung mit zwei Schlagzeugern.

Michael Müller, der bis 1989 die Trommeln für die Band gerührt hat, will seinem Nachfolger Andrä zur Feier des Tages kräftig zur Hand gehen. Auch mit dieser rockigen Reminiszenz dürften Künstler und Fans am Ende nicht falsch liegen...
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