Aachen - In den Schweizer Hof ziehen Flüchtlinge ein

In den Schweizer Hof ziehen Flüchtlinge ein

Von: az
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Ilker Simons von der REAQ Immobilien GmbH (Bildmittel) übergibt symbolisch den Schlüssel des Schweizer Hofes an Jörg Crumbach vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen (rechts) und Sozialamtsleiter Heinrich Emonts (links). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. In das ehemalige Hotel Schweizer Hof an der Monschauer Straße/Werkstraße in Lichtenbusch werden bald Flüchtlinge einziehen. Jetzt fand die symbolische Schlüsselübergabe statt. Laut Mitteilung des städtischen Presseamtes stehen damit ab sofort 86 Hotelplätze zur Unterbringung von regulär zugewiesenen Flüchtlingen zur Verfügung.

Durch Umbauarbeiten sollen so schnell wie möglich mehr als 50 weitere Plätze geschaffen werden. Die Stadt Aachen hat den bisherigen Hotelbereich der Immobilie inklusive der Tagungs- und Seminarräume von den Investoren REAQ Immobilien GmbH und Mietvertragspartner L10 GmbH für einen Zeitraum von zehn Jahren angemietet.

Nach ersten Verhandlungen im November des vergangenen Jahres hatten die Mehrheits-Fraktionen des Stadtrates aufgrund der stetig steigenden Flüchtlingszahlen kurz vor Weihnachten eine Dringlichkeitsentscheidung genehmigt, mit der das Hotel jetzt als Wohnraum für Flüchtlinge genutzt werden kann.

Kurzfristig wurde zwischen Weihnachten und Neujahr ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Die ersten Flüchtlinge werden voraussichtlich bereits am kommenden Freitag in den Schweizer Hof einziehen, so das Presseamt.

Aktuell leben knapp 2560 regulär zugewiesene Flüchtlinge in Aachen, rund 1300 in Einzelwohnungen, die übrigen in etlichen städtischen Objekten wie Teilen des Bushofs oder ehemaligen Schulgebäuden. Nach einer längeren Atempause über die Feiertage werden allein bis Ende der Woche allerdings 400 Menschen erwartet, die zunächst in den Noteinrichtungen des Landes unterkommen, so Evelin Wölk vom Presseamt. Zudem muss bis Freitag 109 Flüchtlingen längerfristig eine Bleibe zur Verfügung gestellt werden, die offiziell zugewiesen sind.

Weitere Quartiere

Die Schaffung weiterer Quartiere steht nach wie vor im Fokus der städtischen Immobilienmanager. Als weitere Herberge für zugewiesene Flüchtlinge hat die Stadt zum 1. Januar ein rund 1000 Quadratmeter umfassendes Gewerbeobjekt an der Debyestraße 171 gemietet, das ab März bis zu 60 Personen Platz bieten soll.

Das ehemalige Logistikzentrum der Telekom an der Roermonder Straße beherbergt bereits seit einigen Wochen 40 Asylsuchende. Der zweite Bauabschnitt zur Herrichtung des Objekts für weitere rund 190 Personen soll im März beendet sein.

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