Aachen - In Aachen steigt das WM-Fieber in Kneipen und Cafés

In Aachen steigt das WM-Fieber in Kneipen und Cafés

Von: Anke Capellmann
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„Macht‘s noch einmal Jungs!“: Fan-Artikel bestimmen das Bild in den Auslagen einzelnder Geschäfte in Aachen. Von einer WM-Flut kann aber keine Rede sein. Foto: Anke Capellmann
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„Macht‘s noch einmal Jungs!“: Fan-Artikel bestimmen das Bild in den Auslagen einzelnder Geschäfte in Aachen. Von einer WM-Flut kann aber keine Rede sein. Foto: Anke Capellmann
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„Macht‘s noch einmal Jungs!“: Fan-Artikel bestimmen das Bild in den Auslagen einzelnder Geschäfte in Aachen. Von einer WM-Flut kann aber keine Rede sein. Foto: Anke Capellmann

Aachen. Wenn der Ball über das Spielfeld rollt und Jogis Jungs den Weltmeistertitel verteidigen, dann bricht bei vielen Fans das WM-Fieber aus. Am Donnerstag beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, am Sonntag spielt endlich die deutsche Nationalmannschaft gegen Mexiko. Anstoß ist um 17 Uhr.

Viele Fußballbegeisterte werden dann zusammen sitzen und die deutsche Mannschaft anfeuern. Doch auf größeres „Public Viewing“, also das gemeinsame Rudelgucken, dürfen sich die Aachener nicht freuen – das wird es nämlich nicht geben.

Laut Rita Klösges, Sprecherin der Stadt Aachen, lägen der Stadt keine Anträge für ein Public Viewing vor. Es werde auch keine offiziellen Außenveranstaltungen geben.

Kicken im Kino

Dafür haben die Fans die Möglichkeit im Apollo Kino (freier Eintritt) sowie im Cineplex Aachen (gegen Erwerb eines Fan-Menüs) die Deutschlandspiele zu verfolgen. Die werden hier in den Kinosälen übertragen. Auch im Innenhof des Alten Posthofs gibt es die Möglichkeit, die Spiele kostenfrei auf Leinwand zu verfolgen. Auf dem Tivoli wird es diesmal kein Rudelgucken geben. Grund dafür sind die Erneuerung des Platzes und der Mangel an Mitarbeitern.

Der Trend geht immer mehr zu Kneipen, kleineren Events oder dem TV-Bildschirm im Wohnzimmer. Bei der diesjährigen WM in Nordrhein-Westfalen gibt es ohnehin deutlich weniger große Public Viewing-Veranstaltungen als bei früheren Turnieren.

Zahlreiche Kneipen und Gaststätten in Aachen verweisen schon auf die Live-Übertragungen der Spiele. Vor allem im Pontviertel sind die Erwartungen groß, wenn die Jagd nach dem Weltmeistertitel in wenigen Tagen beginnt. „Durch die Dichte der Geschäfte hier im Pontviertel wird das gemeinsame Fußballgucken einfach ein großes Erlebnis“, sagt Dennis Polychroniou, Inhaber vom Café Madrid. Hier werde man wohl in jedem Lokal die Spiele der Mannschaft verfolgen können.

Die Pontstraße ist laut Polychroniou ein zentraler Punkt, der viele Leute anlockt. Und die Fußball-Fans dürfen bis in den späten Abend feiern. Das Land NRW hat nämlich für den Zeitraum des Turniers vom 14. Juni bis 15. Juli mit einem Erlass das Public Viewing an öffentlichen Plätzen auch nach 22 Uhr ermöglicht.

Um die Sicherheit braucht sich dabei zunächst wohl niemand zu sorgen. Die zahlreichen Gaststätten und Cafés, in denen es Live-Übertragungen geben wird, „haben alle ihren eigenen Sicherheitsdienst“, sagt Paul Kemen, Pressesprecher der Polizei Aachen.

Die sieht sich indes gut für das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Sonntag aufgestellt. „So, dass jederzeit reagiert werden kann“, sagt Kemen. Die Beamten werden dann verstärkt vor Ort sein, vor allem an den üblichen Örtlichkeiten, wie der Pont-straße oder dem Markt.

Angesprochen haben die Beamten der Polizei im Vorfeld auch 15 Aachener Problemfans. Diese Fans, auch Gefährder genannt, sind jene, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen und für Ärger gesorgt haben. „In diesen Gefährderansprachen haben wir den Fans klar und deutlich gesagt: ‚Macht keinen Mist, wir haben euch im Auge‘“, sagt Kemen. Und von den der Polizei bekannten Problemfans werden auch keine nach Russland reisen.

Richtig ausstaffieren

Und wie ist der Fan richtig ausstaffiert? Die Kaufangebote deutscher Fanartikel in den einzelnen Geschäften sind nicht zu übersehen. Ob kleine oder große Deutschlandfahnen, glitzernde Hüte, Sonnenbrillen, Haargummis und Nagellack – alles leuchtet Schwarz-Rot-Gold.

Selbst Topfpflanzen gibt es in den Farben zu kaufen. „Am Sonntag wird mit Familie und Freunden gegrillt, deswegen kaufen wir jetzt noch ein bisschen Deko“, sagt eine Kundin und hält Bierdeckel und Luftschlangen in die Höhe. In bestimmten Aachener Geschäften gebe es viel Auswahl.

Und auch die Geschäftsleute sind zufrieden. „Die Resonanz ist sehr gut. Die Kunden kaufen schon jetzt sehr viele Artikel, obwohl die WM noch gar nicht angefangen hat“, sagt Kathrin Lay, stellvertretende Filialleiterin von Wicky. Am besten verkauften sich Stabfahnen, Trikots und Fächer. Auch Pascal Mierzwa, stellvertretender Filialleiter von Deiters, ist schon recht zufrieden mit dem Verkauf der Fanartikel. Am Outfit wird es also nicht scheitern.

 

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