Aachen - Im Strudel der Verdächtigungen

Im Strudel der Verdächtigungen

Von: Laura Hentz
Letzte Aktualisierung:
Was weiß Mordzeuge Adam Barkl
Was weiß Mordzeuge Adam Barklay (Theo Pfeifer)? Die Frage treibt im Grenzlandtheater bald nicht nur die Ermittler um. Das Stück nach John Wainwright feiert am Donnerstag Premiere. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Zwei Mädchenmorde innerhalb kürzester Zeit, und es gibt nur einen Zeugen: Rechtsanwalt Adam Barklay. Er hat das zweite Mädchen gefunden - sagt er. Doch im Verhör verstrickt sich der vermeintliche Zeuge immer mehr in Ungereimtheiten.

Ist er vielleicht nicht so unschuldig wie gedacht? Am kommenden Donnerstag, 27. Januar, wirds spannend im Grenzlandtheater, denn „Das Verhör” nach dem Roman „Brainwash” von John Wainwright feiert Premiere.

„Wir müssen ihn härter anfassen, dürfen ihn nicht zur Ruhe kommen lassen”, findet Sergeant Hastings, der gemeinsam mit dem Chief Inspector John Parker das Verhör führt. Doch Parker winkt zunächst ab. Barkley sei ein angesehener Bürger, stand noch nie im Konflikt mit dem Gesetz.

Der joviale Ton schlägt um

Der joviale Ton zwischen Parker und Barkley schlägt jedoch schnell um, und der Zeuge gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen. Es wird immer enger auf der Bühne für den Befragten - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn mit der immer bedrückenderen, einengenden Stimmung wird auch der Verhörraum auf der Bühne immer enger und kleiner. Die Zuschauer spüren die Beklemmung nicht nur, sie sehen sie.

Die Schlinge zieht sich immer weiter zu - auch auf Grund der Methoden der Ermittler. Doch Theo Pfeifer, der den Adam Barklay spielt, betont die Verantwortung der Polizei, auch einen Verdächtigen nicht vorzuverurteilen: „Wenn ein Verdacht erst mal im Raum steht, kann man sagen, was man will. Es kann einem immer so oder so ausgelegt werden.”

Besonders wenn Kinder zu Opfern würden, die unschuldig und hilflos dem Verbrecher ausgeliefert waren, kämen viele Menschen damit nur schwer zurecht, ergänzt Philipp Wirtz, der Hastings spielt. Die Frage der Verantwortung ist wichtig, denn: „Nichts ist so leicht, wie es am Anfang scheint”, weiß Regisseurin Anja Junski. Verrennt sich das Ermittlerduo? Und welche Rolle spielt Barklays Frau Lilian? Fragen, die im Haus in der Elisengalerie bald auf den Nägeln brennen...
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