Aachen - Im NAK kommt wieder Kunst unter den Hammer

Im NAK kommt wieder Kunst unter den Hammer

Von: Esra Güner
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Kunst, die unter den Hammer kommt: In seiner Benefizauktion versteigert der Neue Aachener Kunstverein (NAK) am kommenden Samstag 115 Werke von regionalen und international renommierten Künstlern. Bis dahin sind sie in den NAK-Räumen zu besichtigen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – verkauft! Am kommenden Samstag wechselt zeitgenössische Kunst im Wert von insgesamt mehreren Tausend Euro die Besitzer. Der Neue Aachener Kunstverein (NAK) veranstaltet eine Benefizauktion mit Werken von 115 Künstlern.

Mit dem Erlös will sich die Institution eine essenzielle finanzielle Grundlage für das kommende Ausstellungsjahr schaffen.

Die Versteigerung für den guten Zweck folgt einer langen Tradition: Seit 1987 findet sie jährlich statt. Anders als in den Vorjahren gab es aber am vergangenen Samstag eine offizielle Eröffnung, bei der sich Kunstinteressierte und potenzielle Käufer bereits vorab „ein Bild“ von den Werken machen konnten. Die Auswahl ist groß: „Wir bieten unseren Besuchern ein breites Spektrum von sowohl in der Region lebenden als auch international renommierten Künstlern an“, sagt Ben Kaufmann, seit September neuer Direktor des NAK.

Die Liste reicht von in Aachen bekannten Künstlern wie Irmel Kamp, Joachim Bandau, Johanna Roderburg oder Achim Willems bis zu international erfolgreichen Positionen wie Candida Höfer, Jürgen Klauke, Markus Lüppertz, Raphael Hefti oder Andy Hope 1930. Für Kaufmann spielt aber auch die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle: „Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, dem Publikum auch jüngere Positionen vorzustellen.“ Zu diesen gehört zum Beispiel das Werk des 27-jährigen Künstlers Peppi Bottrop, der seine Kunst schlicht und einfach als „sexy“ beschreibt.

„So vielseitig wie die Künstler ist auch die Klientel“, meint Kaufmann. Das günstigste Werk, ein Zusammenschnitt von Fotografien, wird bereits ab 40 Euro ersteigert, das teuerste Angebot liegt bei ungefähr 10 000 Euro. „Unsere Auktion ist eine einmalige Chance, hochwertige Kunst günstig zu erwerben“, fasst Werner Dohmen, Vorsitzender des NAK, die Vorzüge zusammen.

Die Fotografie stelle dabei einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung dar. So stehen unter anderem vier Fotografien des bekannten Künstlers Horst H. Baumann zum Verkauf. Baumann selbst hat bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Aachen gelebt, danach zog er nach Düsseldorf. Es sei für ihn ein tolles Gefühl, bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein, und das nicht nur wegen seiner langjährigen Sympathie für den NAK. Auch zu der Stadt pflege er immer noch „ein inniges und spirituelles“ Verhältnis.

Der gute Kontakt und die hohe Wertschätzung auf Seiten der Künstler und der Galeristen ist Kaufmann besonders wichtig. Umso mehr freut sich der NAK-Direktor, dass in diesem Jahr eine Vielzahl von Künstlern ihre Werke für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, teils sogar umsonst, teils gegen ein Entgelt. Mit der großen Auswahl will Kaufmann vor allem auch eins erreichen: Kunst einem breiten Publikum zugänglich machen, „quasi als gesellschaftliches Ereignis“.

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