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Im Indetal feiert man ein besonderes Jahr

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:
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1200 Jahre Kornelimünster: Propst Ewald Vienken, Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel und Abt Friedhelm Tissen freuen sich auf zahlreiche Veranstaltungen in diesem besonderen Jahr der Heiligtumsfahrt. Foto: Michael Jaspers

Kornelimünster. Im kleinen Kornelimünster wird in diesem Jahr geklotzt statt gekleckert: Kein Wunder, schließlich feiert man rund um den Korneliusplatz gleich mehrere große Ereignisse. Vor 1200 Jahren ist die Benediktiner-Abtei gegründet worden. Das Jahr 814 steht somit auch als Entstehungsdatum des Indetal-Ortes in den Büchern. Zudem findet 2014 im siebenjährigen Zyklus die Heiligtumsfahrt statt.

Und so weist das Jahresprogramm, welches Propst Dr. Ewald Vienken und Abt Friedhelm Tissen gestern vorstellten, rund 70 Veranstaltungen und fünf Ausstellungen auf. „Das ist ein Riesenpaket, das wir uns da aufgeschnürt haben“, meint Vienken. Die Vorfreude auf die zahlreichen Vorträge, Führungen und geistlichen Feste steigt in jedem Fall mit jedem Tag. Auch wenn man auf einen starken Partner für dieses Jahr größtenteils verzichten muss.

Zurückhaltende Stadtverwaltung

Denn bei der Stadt rannten Vienken und seine Mitorganisatoren keine offenen Türen ein, die 1200-Jahr-Feiern in Kornelimünster im großen Stile zu unterstützen. Ein „bisschen gehapert“ habe es da in Sachen Zusammenarbeit, bedauert Vienken. Doch zu sehr richten sich in Aachen alle Augen auf den kaiserlichen Stadtpatron und das Mammutprogramm im Karlsjahr 2014.

Die Freude vor Ort soll das nicht trüben. Im Gegenteil: „Was hier in diesem Jahr auf die Beine gestellt wird – so etwas hat Kornelimünster noch nicht erlebt!“, ist sich Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel (CDU) sicher. Denn innerhalb des Ortes, der seit 1972 im Rahmen der kommunalen Neugliederung eingemeindet wurde, ist die Unterstützung groß. Vereine, Geschäfte und andere Initiativen sind mit im Boot. Und so ganz muss man nicht auf Hilfe aus der Stadt verzichten: „Die Abstimmung mit Dom und Bistum funktioniert hervorragend“, so Vienken. Auch dort findet 2014 die Heiligtumsfahrt statt.

In Kornelimünster ist man stolz auf die eigene Geschichte. Während wenige Kilometer entfernt alles im Zeichen Kaiser Karls steht, betont man im Indeörtchen die Bedeutung Ludwig des Frommen, Karls Sohn, der die Abtei gründete, die im karolingischen Reich unter dem Namen Inda bekannt wurde. 1200 Jahre ist das nun her. „Wir sind stolz auf unsere Historie“, sagt Vienken. Dass diese nicht angestaubt, sondern stets in Bewegung ist, liegt auch daran, dass Kornelimünster als Startpunkt des Eifel-steigs und gelegen am Vennbahnweg sich großer Beliebtheit bei Wanderern, Wallfahrern und Touristen erfreut. Und die, sind sich die geistlichen wie weltlichen Organisatoren sicher, werden dieses Jahr noch das ein oder andere Stündchen länger ihre Zeit rund um den spätmittelalterlichen Marktbereich verbringen.

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