Im Idealfall macht es beim Betrachter „klick“

Von: Svenja Pesch
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Galeristin Galina Samoschtschin: „Wir möchten, dass in unserer Ausstellung das Bild im Vordergrund steht.“ Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eine Vernissage läuft in den meisten Fällen doch recht ähnlich ab. Menschen treffen ein, betrachten mit einem Glas Sekt oder Wein in der Hand die Kunstwerke, bevor ein Kunsthistoriker mit vielen Informationen die Thematik näher bringt und kurz die Biografie des Künstlers darlegt.

In etwa so läuft es auch beim Künstlertreffpunkt „Horseed“ ab, der im Monat August den Junggaleristen der „Klick-Galerie“ die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Das Besondere ist dabei, dass die insgesamt neun Künstler nicht preisgegeben werden.

Den Grund dafür erklärt „Klick“-Galeristin Galina Samoschtschin: „Wir möchten, dass in unserer Ausstellung das Bild im Vordergrund steht und nicht der Künstler. Ohne Vorwissen und ohne irgendwelche Information soll der Betrachter sich das Kunstwerk anschauen und im Idealfall macht es ganz einfach klick.“

Kein einheitliches Thema

Ein einheitliches Thema gibt es nicht, es darf nur so viel verraten werden, dass sich unter den neun Künstlern drei namhafte und sechs junge Künstler befinden. „Es geht um das Suchen und Entdecken. Jeder kann und soll sich ganz frei fühlen, in den Bildern das zu sehen, was er meint zu erkennen. Es gibt kein richtig und kein falsch. Die Assoziationen sind völlig subjektiv und genau das möchten wir“, ergänzt Samoschtschin. Und so bietet sich dem Betrachter eine bunte Palette diverser Motive.

Landschaftsmalereien, Schiffe im glänzenden Meer vor malerischer Kulisse oder Menschen in alltäglichen Situationen, all das sind Inhalte, die in der Ausstellung aufeinandertreffen. Gamy Jimael, Vorsitzender des Vereins „Horseed“ freut sich über die Vielfalt, die in seinen Räumen in der Theaterstraße herrscht: „Der Name unseres Vereins bedeutet so viel wie „Vorbild sein“. Wir setzen uns für Toleranz und Gleichberechtigung ein und für das Wohl von Migranten. Die Vielseitigkeit ist Teil unserer Gesellschaft und das spiegelt sich eben auch in der Kunst wider.“

Dem kann sich auch Samoschtschin nur anschließen, denn in ihrer Galerie treffen ebenfalls Kunstwerke unterschiedlichster Stilrichtung aufeinander. Und wenn es dann noch „klick“ macht, ist ihr Konzept absolut aufgegangen. Die Ausstellung ist noch bis zu 31. August in den Räumen von „Horseed“, Theaterstraße 45, zu sehen (Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr).

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