Aachen/Burtscheid - Im heftigen Gewitter geht das Hasenfeld unter

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Im heftigen Gewitter geht das Hasenfeld unter

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Großeinsatz in Burtscheid: Im Wohngebiet Fuchserde/Hasenfeld liefen am Montagnachmittag nach dem kurzen, aber schweren Gewitterregen die Keller fast aller Wohnhäuser voll und wurden leergepumpt. Meist stand das Wasser rund einen halben Meter hoch in den Räumen. Auch an vielen anderen Stellen hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Foto: Ralf Roeger
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Straßen unter Wasser: Wie hier an der Lintertstraße, wo zeitweise Autos gar nicht mehr weiterkamen, wurden Fahrbahnen überflutet. An anderen Stellen wurden zahlreiche Kanaldeckel hochgespült.

Aachen/Burtscheid. Es war so gegen fünf Uhr am Montagnachmittag, als sich die Karte der Unwetterwarnzentrale im Internet plötzlich dunkelrot färbte, was der zweithöchsten Warnstufe entspricht. Und da krachte es auch schon gewaltig. Es blitzte, es donnerte – und vom Himmel fielen binnen Minuten etliche Liter Wasser auf jeden Quadratmeter.

In nahezu allen Stadtteilen riefen die Sirenen die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr zum Großeinsatz. Besser gesagt zu mehreren Großeinsätzen, denn an vielen Stellen der Stadt gab es reichlich zu tun.

Das Epizentrum dieser Einsätze lag diesmal in Burtscheid. Insbesondere war es die kleine Anwohnerstraße Hasenfeld, die vom Kornelimünsterweg abgeht und nahe dem Gillesbach liegt, die schwer getroffen wurde. Gleich reihenweise liefen die Keller der Wohnhäuser dort voll – bis zu anderthalb Meter hoch. Drei Löschzüge der Feuerwehr eilten dorthin und warfen die Pumpen an.

Überhaupt war das gesamte Wohngebiet Fuchserde, zu dem das Hasenfeld gehört, betroffen. Auch in der Umgebung ging es zur Sache – etwa an der Karl-Marx-Allee, wo in einem Haus das Wasser meterhoch stand. Inmitten von Burtscheid wurden etliche Kanaldeckel hochgespült, so etwa an der Kapellenstraße, die stark überflutet war. An vielen Stellen konnte die Kanalisation die riesigen Wassermassen nicht mehr verkraften.

Apropos überflutet: Auch die Adenauerallee im Bereich Eselsweg/Beverau stand stark unter Wasser. Auf dem Madrider und dem Berliner Ring fielen zeitweise Ampeln aus. Es kam auf dem Außenring zu langen Staus. Nur noch im Schritttempo ging es im Berufsverkehr voran.

Ebenso im Bereich Lintert/Forst. Ein wahrer Sturzbach ergoss sich den Grauenhofer Weg hinunter. Auch dort ging es kaum noch voran. In diesem Bereich ging es regelrecht chaotisch zu. In der Lintertstraße waren zeitweise zwei Autos im Wasser steckengeblieben, das dort in einer Senke rund einen halben Meter hoch stand. Alles in allem wurde zum Glück niemand verletzt.

Burtscheid und Forst waren dabei jedoch nicht der einzigen Einsatzorte für die Feuerwehr. Wassereinsätze gab es unter anderem auch in Walheim. Und auch im Ostviertel waren Kanaldeckel hochgespült worden. Die Feuerwehr war auch Stunden nach dem Ende des – relativ kurzen, aber schweren – Gewitters noch im Einsatz. Am Abend beruhigte sich die Lage wieder. Zumindest für die engagierten Helfer der Freiwilligen Feuerwehr, die bei derlei Unwettereinsätzen immer in vorderster Front ackern. In den Häusern, die überflutet waren, wird das kurze Gewitter noch tagelang für viel Arbeit sorgen.

Im Hasenfeld und drumherum gab es nämlich kaum ein Haus, das von dem Unwetter und seinen Folgen verschont blieb.

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