Aachen - Im Guinness House dürfen auch die Gäste mal ans Mikro

Im Guinness House dürfen auch die Gäste mal ans Mikro

Von: Julia Gröbbels
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Er liebt die Live-Atmosphäre in seinem Lokal: Nils Kessler, Inhaber des Guinness House. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Im Guinness House ist man ganz nah dran, wenn Live-Bands den Irish Pub mit ihren unplugged-Klängen erfüllen. Dort kommen nicht nur Liebhaber irischer Folklore-Bands auf ihre Kosten. Bereits seit 17 Jahren stellen hochkarätige Live-Bands in der Musikkneipe ihr Können unter Beweis, bringen das Publikum zum Mitsingen, aber vor allem zum „Mitfühlen“.

Die Nähe zum Publikum verstärkt die Intensität der Musik, so dass sie ohne Umwege meist direkt ins Herz geht. Auch Inhaber Nils Kessler ist stolz auf sein musikalisches Angebot, das er in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut hat.

„Inzwischen haben wir etwa 15 Stammbands, die immer wieder gerne herkommen“, so Kessler. Der enge und andauernde Kontakt zu den Bands, die auch nach ihren Auftritten gerne bleiben, um mit den Gästen zu plaudern, zeichne die besondere Atmosphäre bei Live-Konzerten im Guinness House aus. Und auch für seine Gäste hält Kessler nur Worte des Lobes bereit: „Unser Publikum ist ein Traum; manchmal lassen die Bands sie sogar selbst mal ans Mikro“, sagt er und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ganz abgesehen davon lassen sich die Gäste zum Glück ohnehin nicht vom Mitsingen abhalten.“

Der Inhaber des Guinness House‘ freut sich auch über das gute Verhältnis zu den Nachbarn, die der Live-Musik größtenteils positiv gegenüberstehen. Dazu trage unter anderem auch der Verzicht auf ein Schlagzeug bei den Live Bands bei.

„Eine ältere Dame, die nebenan wohnt sagte einmal zu mir, dass sie bewusst in die Innenstadt gezogen sei, um Leben zu haben“, sagt er. Das sieht er ganz genauso: „Die Live-Musik gehört zum Flair eines Irish Pubs einfach dazu und trägt in erheblichem Maße zur kulturellen Vielfalt in der Innenstadt bei“. Das zeige sich beispielsweise auch immer wieder bei Events wie dem September-Special, welches die Wohlfühl-Qualität in der Stadt gleich um ein Vielfaches erhöhe.

Die Aachener Innenstadt ohne Musik ist für Kessler undenkbar. Besonders schätzt er an den Live-Abenden auch den kulturellen und generationsübergreifenden Austausch. „Die Altersstruktur ist bei unseren Konzerten sehr gemischt, hier treffen Menschen aufeinander, die sich im Alltag so nicht begegnen würden“, so Kessler. Er würde sich sogar wünschen noch mehr Live-Konzerte anbieten zu können.

Dies sei aufgrund der hohen GEMA Gebühren jedoch leider nicht möglich. Stattdessen wolle man die Qualität der Live-Musik sichern. „Hier treten zum größten Teil Vollzeitmusiker auf, die ihren Lebensunterhalt nur durch die Musik finanzieren“, so Kessler. Auf diese Weise könnten alle – Inhaber, Musiker, Gäste und Stadt – vom Musik-Angebot im Guinness House profitieren.

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