Im Engagement für die Familie Vorbild

Von: David Grzeschik
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Volles Engagement: Sieben Institutionen und Menschen wurden in diesem Jahr mit dem „Prädikat Familienfreundlich“ ausgezeichnet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Oberbürgermeister Marcel Philipp ist zufrieden - an diesem Nachmittag sogar besonders. „Die Stadt Aachen ist eine Stadt, die das sehr gut kann“, bekennt der OB frohen Mutes. Konkret meint Philipp das Engagement für Familien.

„Es ist die Pflicht einer Stadt, für reichlich Betreuungsangebote zu sorgen“, fügt er hinzu. Neben der Pflicht gebe es wie immer aber auch die Kür – und zu der gehöre die Leistung von Privatpersonen. „Es kommt auf das Engagement Einzelner an“, betont Philipp und wendet sich in Richtung der sieben Preisträger des „Prädikats Familienfreundlich“.

Die Auszeichnung ist als Wertschätzung für Menschen gedacht, die sich freiwillig für Familien in Aachen engagieren. Sie soll zudem positive gesellschaftliche Beispiele aufzeigen und zur Nachahmung anregen. Jetzt wurde der Preis beim Post-Telekom-Sportverein in der Soers verliehen.

Einer der Preisträger ist Kalle Laidanik. Er erhält das „Prädikat Familienfreundlich 2014“ für sein 30-jähriges Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien in der Handballabteilung des SV Eilendorf. Schon mit 16 Jahren hatte Laidanick begonnen, Kinder zu trainieren. Mit 20 Jahren baute er schließlich die erste weibliche Handballmannschaft des SV auf. In der Begründung zu seiner Auszeichnung heißt es im Wortlaut: „Beim Umgang mit den Kleinen bewies er stets ein gutes Gespür, wie er den Kindern auf spielerische Art und Weise das Handballspielen beibringen konnte.“

Ausgezeichnet wurde aber auch der PTSV Aachen, „weil er einen klugen und nachahmenswerten Weg zur Vereinbarkeit von Familie und Sport entwickelt und umgesetzt hat.“ Marcel Philipp bezeichnete den PTSV in seiner Rede als „leuchtendes Beispiel“. Vorsitzender Frank Schidlowski nahm den Preis dankend entgegen.

Eine Ehrung erhielten auch Leo Hugot und Josi Hartmann für Ihre Tätigkeiten als Schulbusfahrer beziehungsweise Schulbusbegleiterin. Die beiden Preisträger bringen jeden Tag vier Kinder von ihrem Zuhause aus zur Parzivalschule nach Aachen und wieder zurück. Geehrt wurde zudem das „Schuhhaus Walbert“, da in ihm Bedürfnisse der Eltern und vor allem der Kinder oberste Priorität hätten.

Eine Ehrung erhielt der Evangelische Krankenhausverein für „vorbildliche Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Gesundheitswesen“. Er ist unter anderem Träger des Luisenhospitals. Als Einzelperson wurde Ruth Wilms ausgezeichnet, die als Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses die Interessen von Familien engagiert vertreten hat. Wilms war in den letzten fünf Jahren darüber hinaus sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Rat. „Frau Wilms gehört zu den Menschen, die den Finger in die richtige Richtung weisen“, betonte Philipp.

Die Jury, die bereits im Juli über die Preisträger entschieden hatte, bestand in diesem Jahr aus Vertreten von Verwaltung und Politik. Zudem durften jeweils drei Kinder und Jugendliche über die Auszeichnungen abstimmen.

Das „Prädikat Familienfreundlich“ ist der Nachfolger des „Prädikats Kinderfreundlich“ und wird seit dem Jahr 2006 an verdiente Preisträger verliehen.

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