Im Einhard-Gymnasium diskutieren mit Schüler mit Politikern

Von: Kathrin Albrecht
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Aachen. „Wir haben Visionen – wir haben Europa(wahlen) – unter diesem Motto lud das Einhard-Gymnasium zur Podiumsdiskussion in der Aula mit Europapolitikern aller Fraktionen ein. Seit dem Schuljahr 2009/10 ist das Einhard-Gymnasium eine Europaschule und beschäftigt sich regelmäßig in Projekttagen mit dem Thema.

Das besondere an dieser Europawoche: Die gesamte Schule bereitete etwas vor, erstellte Porträts der Mitgliedstaaten, untersuchten die bilateralen Beziehungen zu Russland, China und den USA, erforschten verschiedene Schwerpunkte der Europapolitik und gründeten sogar eine eigene Partei: Bessere Ideen zum Erhalt Europas Partei der Solidarität, kurz BIZEPS.

Die Ergebnisse trugen die Schüler zu einer Ausstellung im Lichterhof zusammen. „Wie viele sich engagiert haben, zeigt sich darin, dass ich heute Abend nicht einige namentlich erwähnen, sondern mich bei allen bedanken kann“, sagte Marion Bylaitis, Europa-Koordinatorin an der Schule. Für diesen Abend brachte das Gymnasium alle Akteure, die sich Aachen zum Thema Europa engagieren, zusammen, angefangen von der Europaunion über den Studenten-Austauschdienst Aegee, die jungen europäischen Föderalisten (JEF), Europe direct, die Euro-Peers und die Euro-Teachers. Und sie brachte die Macher von heute mit den Gestaltern von morgen zusammen.

Auf dem Podium stellten sich Sabine Verheyen (CDU), Claudia Walther (SPD), Tierry Reintke (die Grünen), Christian Gengenbach (die Linke) und Foitos Amanantides (Piraten) den Fragen, die die Schüler vorbereitet hatten. In kurzen Eingangsstatements durften sie eine Minute erklären, welche Gemeinsamkeiten sich zur eigenen Politik entdecken ließen.

Die Moderatoren Julia Esser und Farras Fahti achteten streng darauf, dass die Redezeit eingehalten wurde. Alle Politiker lobten die Qualität der Beiträge und die intensive Vorbereitung. „Warum ist die Türkei nicht Mitglied der EU?“, „Was kann die EU in der Ukraine-Krise tun, um in der Region wieder Frieden und Gerechtigkeit herzustellen?“ wollten die Schüler der Unterstufe wissen.

Die Schüler der Mittelstufe nahmen die Podiumsgäste ins Kreuzverhör, stellen Fragen zur Sportförderung, zur Agrar- und Energiepolitik und zur Jugendarbeitslosigkeit. „Hier helfen nur Investitionen, damit Arbeitsplätze entstehen können“, beantwortete Gengenbach die Frage. Auch die Asylpolitik war ein wichtiges Thema für die Schüler. „Da wird sich etwas verändern“, versprach Walther. Für Gengenbach und Amanantides war auch wichtig, die Fluchtursachen zu bekämpfen.

Für die letzte Diskussionsrunde mischten sich Fiona Kasperk , Lea Henrichsmeier, Hanna Neusser und Carlo Foerst als Bizeps-Vertreter unter die Politiker, um auf Augenhöhe Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei möglichen Koalitionsverhandlungen zu diskutieren. Mit ihrem klaren Nein zur Vorratsdatenspeicherung gehen sie gut mit den Piraten und den Grünen zusammen. Verheyen müsste das Thema „intensiver diskutieren“, denn auf bestimmten Gebieten müsse es Datenaustausch geben.

Nach zwei Stunden Diskussion zogen alle Teilnehmer ein positives Fazit: „Der Abend hat gezeigt, dass sich Menschen sehr wohl für das Thema Europa interessieren“, lobte Tierry Reintke. Die Schüler gaben das Lob zurück. „Die Politiker gehen gut mit und lassen sich auf die Fragen ein“, so Moderator Fahti.

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