Aachen - Im Eilschritt direkt in das Berufsleben

Im Eilschritt direkt in das Berufsleben

Von: Merle Tilk
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Unterzeichneten den Vertrag: von links sitzend Dagmar von Majewski DD, Schulleiter Günter Scherer, Prof. Hermann Hansis und Petra Eberhard Brühl, stehend Prof. Antje-Britta Mörstedt (Göttingen), Ulla von der Stein und Diethard Weich. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eine kaufmännische Ausbildung, Berufserfahrung und ein an der Fachschule erworbener Titel des staatlich geprüften Betriebswirts - Absolventen dieser Laufbahn bietet das Aachener Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung nun eine weitere Qualifikation: ein verkürztes Hochschulstudium.

Möglich wird der Bachelor in Betriebswirtschaftslehre jedoch erst durch die private Hochschule PFH in Göttingen und der Europäischen Fachhochschule EUFH in Brühl.

„Fachschul-Studenten sind stark und ihnen zu helfen macht Spaß”, darin waren sich die Vertreter der Hochschulen bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages einig. Viel mehr noch: „Es ist ein Zusammenwirken zum Vorteil aller Beteiligten”, freute sich der Schulleiter des Aachener Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung, Günter Scherer, über das „Symbiose-Geschäft”. So haben Studierende der Fachschule für Wirtschaft nicht nur die Möglichkeit, auf die Ausbildung ein Studium drauf zu setzen, so der Schulleiter.

Die Anerkennung von bereits erworbenen Leistungen soll erleichtert werden, und die Studierenden können nach dem Abschluss gleich drei bis vier Semester an den Hochschulen überspringen und in höhere Fachsemester einsteigen.

Dabei bietet die Kooperation den Absolventen der Fachschule gleich zwei alternative Studienmodelle - beide berufsbegleitend. „Wir ermöglichen ein klassisches Fernstudium”, so Professorin Antje-Britta Mörstedt, Leiterin des Fernstudiums an der privaten Hochschule in Göttingen.

Je nach beruflicher Belastung bietet die PFH zwei Bachelor-Studiengänge von unterschiedlicher Dauer an. Über Telefon und Skype läuft viel, aber auch freiwillige Präsenzzeiten können von Studierenden genutzt werden - für Aachener Studierende wird dies im Fernstudienzentrum in Düsseldorf der Fall sein.

Ausschließlich auf das Präsenzstudium setzt dagegen die EUFH Brühl. An zwei Tagen unter Woche sowie samstags alle 14 Tage finden die Kurse in Köln oder Neuss statt.

„Wir sind jedoch sehr flexibel. Wenn ein Student aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit mal nicht erscheinen kann, dann bekommt er das Material zugeschickt”, erklärte Professor Hermann Hansis, Vizepräsident für Duales Studium an der EUFH Brühl.

„Die Attraktivität dieser Kooperation liegt für die Studierenden vor allem in der Verkürzung des Hochschulstudiums”, so Diethard Weich, Bildungsgangleiter an der Fachschule, die in diesem Jahr mit 70 Absolventen einen Spitzenplatz belegt.

Auch deshalb investieren Interessierte nicht nur Zeit, sondern auch Geld in ihre Weiterbildung. „Der Abschluss ist ihnen einiges Wert”, fügte Diethard Weich hinzu. „Im Schlafwagen erreicht man den dies jedoch nicht”, räumte der Schulleiter ein. „Das ist etwas für die guten und engagierten Fachschüler.”
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