Aachen - Im „Asi-Kostüm“ geht‘s zum Hangeweiher

Im „Asi-Kostüm“ geht‘s zum Hangeweiher

Von: Stefan Herrmann
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„Abi, Abi, Abi, Abituuur!“: Feucht-fröhlich und friedlich feierten 500 Abiturienten von Aachens Gymnasium gestern ihren „Bierathlon“ auch ohne offizielle Genehmigung. Da alles im Rahmen ablief, sahen Ordnungsamt und Polizei keinerlei Anlass, die Party aufzulösen. Foto: Stefan Herrmann
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„Abi, Abi, Abi, Abituuur!“: Feucht-fröhlich und friedlich feierten 500 Abiturienten von Aachens Gymnasium gestern ihren „Bierathlon“ auch ohne offizielle Genehmigung. Da alles im Rahmen ablief, sahen Ordnungsamt und Polizei keinerlei Anlass, die Party aufzulösen. Foto: Stefan Herrmann
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„Abi, Abi, Abi, Abituuur!“: Feucht-fröhlich und friedlich feierten 500 Abiturienten von Aachens Gymnasium gestern ihren „Bierathlon“ auch ohne offizielle Genehmigung. Da alles im Rahmen ablief, sahen Ordnungsamt und Polizei keinerlei Anlass, die Party aufzulösen. Foto: Stefan Herrmann
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„Abi, Abi, Abi, Abituuur!“: Feucht-fröhlich und friedlich feierten 500 Abiturienten von Aachens Gymnasium gestern ihren „Bierathlon“ auch offizieller Genehmigung. Da alles im Rahmen ablief, sahen Ordnungsamt und Polizei keinerlei Anlass, die Party Foto: Stefan Herrmann

Aachen. April, April! Und das mitten im März. „Nö, keine Ahnung“, lautete stets die Antwort der künftigen Abiturienten im „Asi-Look“, die Mittwochvormittag zunächst in kleinen kostümierten Grüppchen in der Stadt unterwegs waren, wenn Ron Breuer und seine Kollegen vom Ordnungsamt nachfragten, ob es denn möglicherweise doch noch einen großen „Bierathlon“ der Aachener Gymnasiasten geben würde.

Doch die scheinheilige Unwissenheit war nicht mehr als oscarverdächtiges Schauspiel. Denn am Mittag trafen hunderte Schüler dann doch plötzlich und „ganz zufällig“ am St.-Leonhard-Gymnasium aufeinander. Von dort zogen schließlich rund 500 junge Feierwütige mit reichlich „Sprit“ im Gepäck über Franz- und Mozartstraße Richtung Hangeweiher, um dort die heiße wie feucht-fröhliche Phase der Mottowoche einzuläuten.

„Es war den ganzen Tag über ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel“, bilanzierte Breuer am Nachmittag. Wobei die jungen Schulmäuse den Einsatzkräften von Ordnungsbehörde und Polizei zunächst eine ziemlich lange Nase gezeigt hatten. Alles halb so schlimm, befand der stellvertretende Leiter des städtischen Ordnungs- und Sicherheitsdienstes gegen 15.30 Uhr, als die ersten angeheiterten Abiturienten schon wieder den Abflug machten.

„Die Schüler haben sich bisher absolut vorbildlich verhalten“, spielte Breuer vor allem auf den diesmal problemlosen Ablauf des Umzugs an. Denn der bunt kostümierte Tross wählte überwiegend den ordnungsgemäßen Weg über den Bürgersteig. „Es bestand daher zu keinem Zeitpunkt der Anlass, das Ganze aufzulösen“, stellte Breuer den angehenden Akademikern ein gutes Zeugnis aus. Lediglich ein Schüler tanzte aus der Reihe, verhielt sich aggressiv gegenüber einem Ordnungsamtsmitarbeiter und wurde von der Polizei erstmal einkassiert.

Offiziell angemeldet war der Massenauflauf der Abiturienten indes nicht. „Wir wussten ja, dass uns der Bierathlon von der Stadt eh nicht genehmigt worden wäre“, meinte ein Schüler des Couven-Gymnasiums mit spitzbübischem Lächeln und ließ auf den Erfolg mit seinen Kumpels gleich mal die Bierflaschen aneinander klirren. Über eine geschlossene Facebook-Gruppe hatten sich die Schüler von fast allen Aachener Gymnasien organisiert. Der Rest lief über WhatsApp ab. Die Verwaltung hatte zwar am Vortag bereits entsprechende Hinweise erhalten, aber am Ende konnten die Schüler den Behörden doch ein Schnippchen schlagen.

Letztere verfolgten das Schauspiel am Hangeweiher durchaus gelassen. Trotzdem blieben Polizei ebenso wie das Ordnungsamt, das mit rund 20 Mitarbeitern vor Ort war, bis zum bitteren Ende. Und das nahte für den Großteil der mitunter recht luftig angezogenen Gymnasiasten bei frischen Temperaturen ziemlich schnell. Um 17 Uhr harrten nur noch gut 50 Schüler am Hangeweiher aus und leerten die letzten Flaschen. Gegen 18 Uhr war dann endgültig Schluss.

Zumindest unter freiem Himmel. Denn die meisten Teenager legten nur einen kurzen Zwischenstopp im heimischen Badezimmer ein. Dort tauschten sie die „Asi-Klamotten“ flugs gegen den feinen Fummel, machten sich kurz frisch und setzten den Feiermarathon bei der Abi-Party im Club Nox fort. Es ist Mottowoche in Aachen. Lernen fürs Abi kann man immer noch.

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