Im Aachener Norden soll ein Wir-Gefühl enstehen

Von: Hannah Lenkeit
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Die Nachbarn kennenlernen und kreatives Potenzial entdecken: Bei der „Fete du Nord” gab es ein spannendes Angebot für die kleinen Bewohner des Aachener Nordens. Foto: Sven Klein

Aachen. Viel zu wenig wissen viele Menschen von ihrem eigenen Viertel. Oftmals reicht die Zeit nur für ein kurzes „Hallo” an den Nachbarn. Keine Zeit. Genau das will die IG Portal Aachen mit der „Fete du Nord” ändern: Die Menschen sollen das eigene Viertel mit all seinen Vorzügen kennenlernen, ebenso wie seine Bewohner verschiedenster Generationen und Kulturen.

„Wir sind eine bunte Mischung aus allem, keinesfalls homogen” findet Alexander Samsz, Mitglied der veranstaltenden IG Aachener Portal. Ziel ist es, eine Gemeinschaft zu schaffen, ein Wir-Gefühl - oder besser: ein Nord-Gefühl.

„Angebotsvielfalt gestiegen”

Alt und Jung - etwa 800 Besucher - tummelten sich bei der Fete du Nord 2010 an den mehr als 30 Ständen im gerade ausgebauten Garten des Ludwig Forums. „Dieses Jahr ist die Angebotsvielfalt deutlich gestiegen, uns ist es gelungen, ein fantastisches Programm auf die Beine zu stellen”, findet Samsz.

Nicht nur das schöne Wetter lockte die Besucherscharen: Auch das bunte Bühnenprogramm, beginnend mit der Big Band der Musikhochschule Aachen, zog zahlreiche Neugierige an. Ebenso heterogen wie die Zuhörerschaft war auch die musikalische Unterhaltung: Später am Abend folgt eine bunte Mischung aus brasilianischen Rhythmen, Kirchenchor und harten Gitarrenklängen. „Genau das war unser Ziel: Die Besucher neugierig zu machen, um gemeinsam das Viertelfest feiern zu können”, sagt Samsz.

Der Aachener Norden hat viel zu bieten - einen kleinen Einblick über die umfangreichen Möglichkeiten zeigte die „Allee der Möglichkeiten”. Hier hatten unter anderem der Arbeitskreis Rehmviertel, das Das-Da-Theater, die Kindertagesstätten ihre Stände aufgebaut und locken mit lustigen Spielen wie Dosenwerfen, Kinderschminken, Enten angeln, ein Farb-Rad und sogar einer Rollstuhl-Rallye. Fotoaufnahmen des Nordviertels von vor über 50 Jahren boten vor allem der älteren Generationen die Möglichkeit zum Austausch und zur gemeinsamen Erinnerung an Vergangenes - so waren beispielsweise alte Häuser und Straßenzüge zu sehen, die heute in so nicht mehr existieren

Einige ältere Menschen waren sichtlich berührt von den Bildern „Ich wohne seit über 30 Jahren im Aachener Norden, es ist schön, sich zu erinnern und auszutauschen”, findet Besucherin Renate Schröder. „Hier lernt man immer neue Menschen kennen - jung wie alt - das Fest verbindet”, fügt die 76-jährige hinzu.
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