„Identität“: Vier junge Künstlerinnen zeigen ihre Werke im alten Zollhaus

Von: Jannis Mattar
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Vier Künstlerinnen auf der Suche nach ihrer Identität: Julia Gawlik, Laura Heinen, Anja Lynen und Leah Hautermans zeigen ihre Gemeinschaftskunstwerke im alten Zollhaus. Foto: Jannis Mattar

Aachen. Eine neue Ausstellung im Kulturzentrum Kukuk am alten Grenzübergang Eupener Straße wartet auf die Kulturfreunde. Vier junge Künstlerinnen aus der Region präsentierten dort jetzt ihre erste gemeinsame Arbeit.

„Wer bin ich ? Was bin ich ? Wohin führt mich mein Weg, und was soll ich tun?“ Diesen Fragen haben sich die Studentinnen – unter ihnen drei von der Maastrichter Kunstakademie – gestellt. „Identity, Identität, Identiteit, Identité“ lautet der Titel ihrer Schau, der das Thema ihrer Arbeit nicht von ungefähr in vier Sprachen kennzeichnet.

Julia Gawlik, Laura Heinen, Anja Lynen und Leah Hautermans stehen alle noch am Anfang ihrer künstlerischen Karriere und wie viele andere vor wichtigen Entscheidungen, die ihr Leben nachhaltig beeinflussen werden. „Wir stellen uns alle die Frage, was nach unserem Studium auf uns wartet und welcher Weg unserer Persönlichkeit am besten entspricht“, sagen sie.

Die Thematik, mit der sich das Quartett, eine Illustratorin und drei Fotografinnen, auseinandersetzt, kommt daher besonders authentisch herüber. Über die Motivation und den Entschluss, sich der Sache bildlich anzunehmen, war man sich deshalb sehr schnell einig. „Wir sind selbst auf der Suche“, beschreibt Leah Hautermans die Gemütslage. „Und wir haben das Privileg, zwischen vielen Möglichkeiten frei zu entscheiden. Allerdings kann das auch manches Mal sehr erdrückend sein.“

Die Herangehensweise war daher nicht einfach. Schließlich galt es, neben persönlichen Gefühlen und Ängsten ein gemeinsames und homogenes Gesamtkunstwerk zu schaffen und dennoch die eigene Identität zu erforschen. „Wir haben uns während dieser Zeit oft getroffen und viele Gespräche geführt. Wir haben versucht, all unsere Ideen zu dem Thema zusammenzuwerfen. Dieser Austausch, auch zwischen verschiedenen Kunstrichtungen, war sehr inspirierend“, sind sich die Vier einig.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Fotos und Zeichnungen zeugen von einer hohen emotionalen und intellektuellen Reife, ohne dabei die jugendliche Note zu verlieren. Und obwohl die Handschriften der vier Künstlerinnen deutlich zu erkennen sind, passt alles zusammen und vermittelt den Eindruck der Einigkeit. Auffallend ist, dass die Darstellungsmittel oft genauso verschwommen, unklar und vage sind, wie die bearbeitete Thematik selbst.

Noch bis zum 10. August hängen die Werke im alten Zollhaus. Doch auch bis dahin werden die jungen Künstlerinnen ihre definitive „Reiseroute“ sicher noch nicht gefunden haben.

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