Hunderte Freikarten für die „Talbötter” und ein Brief vom Bischof

Letzte Aktualisierung:
alemja1    26.10.2012   Wärme
Am Freitagmorgen besuchte die Kapitänin der Bundesliga-Volleyballerinnen der Aachener Alemannia, Anke Borowikow (Bild, rechts), die Arbeiter in dem von der Schließung bedrohten Werk. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Welle der Solidarität verebbt nicht: Auch am Freitag erhielten die „Talbötter”, wie sich die Beschäftigten des Aachener Bombardier-Standorts in Erinnerung an die frühere Waggonfabrik Talbot gerne nennen, wieder viel Zuspruch.

So besuchte morgens die Kapitänin der Bundesliga-Volleyballerinnen der Aachener Alemannia, Anke Borowikow, die Arbeiter in dem von der Schließung bedrohten Werk. Und die Sportlerin hatte nicht nur solidarische Grüße im Gepäck, sondern auch 200 Freikarten für das Heimspiel gegen den SC Potsdam am kommenden Mittwoch, die sie der Bombardier-Betriebsrätin Christa Schröder überreichte.

Bereits am Samstag ist die komplette Belegschaft übrigens auf dem Aachener Tivoli willkommen. Laut Betriebsrat hat sich nämlich auch Alemannias Fußball-Sportdirektor Uwe Scherr gemeldet und die Talbötter zum Spiel gegen Wehen eingeladen.

Unterstützung gab es nicht zuletzt auch vom Bistum. Regionaldekan Josef Voß überbrachte einen Brief des derzeit in Rom weilenden Aachener Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff, in dem dieser heftige Kritik an den Schließungsplänen der Konzernspitze übt.

„Das ist nicht nur unverantwortlich für Sie und Ihre Angehörigen, sondern auch für die hiesige Wirtschaftsregion”, schreibt der Bischof und fordert die Geschäftsleitung dazu auf, nach einer gemeinsamen tragbaren Lösung zu suchen, „damit die Arbeitsplätze in Aachen erhalten bleiben”.

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